Kimmich bis 2021 raus: Bayerns Optionen

Am gestrigen Sonntagabend teilte der FC Bayern mit, dass Mittelfeld-Fixpunkt Joshua Kimmich in Folge einer Operation am rechten Außenmeniskus bis Januar ausfallen wird. FT checkt die Alternativen von Trainer Hansi Flick.

Corentin Tolisso, David Alaba und Joshua Kimmich beim Spiel des FC Bayern bei der TSG Hoffenheim
Corentin Tolisso, David Alaba und Joshua Kimmich beim Spiel des FC Bayern bei der TSG Hoffenheim ©Maxppp

Der Favorit: Corentin Tolisso

Beim 3:2-Sieg in Dortmund kam Tolisso für den verletzten Kimmich ins Spiel und machte seine Sache gut. Zunächst dürfte der französische Weltmeister der Favorit auf die Vertretung des Führungsspielers sein – allerdings ähnelt er in seiner körperbetonten Spielweise als Box-to-Box-Spieler Nebenmann Leon Goretzka deutlich. Der strategisch-spielerische Aspekt könnte dabei zu kurz kommen.

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Das Urgestein: Javi Martínez

Im Sommer liebäugelte der Baske mit seinem Abschied nach acht Jahren. Letztlich blieb Martínez doch bei den Bayern. In der laufenden Spielzeit kam der spielerisch limitierte, aber defensiv zuverlässige Abräumer nun schon elfmal zum Einsatz. Auch bei Standards ist Martínez eine Waffe. Für Flick ist er also wieder eine wertvolle Alternative – ob er jedoch mit seinen 32 Jahren noch im Dreitagesrhythmus spielen kann, ist fraglich.

Der Wartende: Marc Roca

Für neun Millionen Euro kam der spanische U21-Europameister kurz vor Transferschluss von Espanyol Barcelona. Die magere Bilanz seither: Zwei Einsätze. Flick monierte bereits, dass sich der ballgewandte Roca noch nicht „in den richtigen Positionen und Räumen“ aufhalte. Durch Kimmichs Ausfall wird der 23-Jährige zwar nun mehr zum Zug kommen – zum Stammspieler reicht es aber eher nicht.

Der Hochtalentierte: Tanguy Nianzou

„Einer der besten seines Jahrgangs in Europa“, schwärmte Sportvorstand Hasan Salihamidzic bei der ablösefreien Verpflichtung des 18-Jährigen im Sommer. Nach Verletzung soll Nianzou nun behutsam herangeführt werden. Am heutigen Montag kehrte er ins Mannschaftstraining zurück. Der Innenverteidiger ist auch im defensiven Mittelfeld einsetzbar und könnte dort in den kommenden Wochen erste Minuten sammeln. Der Kimmich-Ersatz wird er jedoch eher nicht.

Der Sehnsüchtige: David Alaba

Kimmich schaffte das, worauf Alaba dem Vernehmen nach sehnsüchtig wartet: den Sprung vom Abwehr- zum Mittelfeldspieler. Beim 2:1-Sieg in Köln vor rund einer Woche durfte der Österreicher für ein paar Minuten auf seiner Wunschposition ran. In der Innenverteidigung ist Alaba für Flick aber eigentlich unverzichtbar. Damit der 28-Jährige verschoben werden könnte, bedürfte es einiger Positionsrochaden.

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