Werder bestätigt Kohfeldt-Verbleib

Was sich gestern abzeichnete, hat der SV Werder nun öffentlich bestätigt: Florian Kohfeldt bleibt Trainer der Grün-Weißen. Die Stimmen.

Florian Kohfeldt gelang mit dem SV Werder der Klassenerhalt
Florian Kohfeldt gelang mit dem SV Werder der Klassenerhalt ©Maxppp

Der SV Werder Bremen und Florian Kohfeldt gehen in eine gemeinsame Zukunft. Dies bestätigte Finanzboss Klaus Filbry auf der heutigen Pressekonferenz: „Wir sitzen hier gemeinsam, weil wir gemeinsam die Verantwortung übernehmen. Es war eine offene, ehrliche und sehr selbstkritische Aufarbeitung der Saison. Es geht in der personellen Konstellation, wie wir hier sitzen, weiter.“

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Die Gerüchte um das Interesse der TSG Hoffenheim an Kohfeldt sind somit hinfällig. Dem Vernehmen nach hatte der 37-Jährige allerdings Bedingungen an seinen Werder-Verbleib geknüpft. Personelle Veränderungen im Mitarbeiterstab dürften also noch folgen.

Aufsichtsratschef Marco Bode macht deutlich: „Uns ist vollkommen klar, dass es ein reines ‚weiter so‘ nicht geben darf und wir aus unseren Fehlern lernen müssen. Aber bei aller Bereitschaft sich zu verändern, müssen wir unseren Werten und unserer Philosophie auch treu bleiben. Werder muss auch Werder bleiben.“ Und weiter: „Der Aufsichtsrat hat die Saison kritisch begleitet. Wir sind der vollen Überzeugung, dass wir mit diesem Führungsteam weitermachen wollen.“

Verletzungen als „Hauptgrund“

Über den nicht so gelungenen Transfermarkt sagte Frank Baumann: „Viele der Ideen die wir hatten, konnten nicht bis kaum erfüllt werden. Insbesondere bei unseren beiden Topverpflichtungen Ömer Toprak und Niclas Füllkrug, ist das aber auch auf die Verletzungen zurückzuführen.“

Jene Verletzungssorgen nennt Baumann als hauptsächliche Ursache für die katastrophale Saison. Dies habe eine tiefergehende Analyse ergeben. „Wir haben alle Bereiche einzeln betrachtet, mithilfe von Daten verglichen – Athletik, Verletzungen und Spieldaten und die Entscheidungen, die wir in der Winterpause gemacht haben, sind eingeflossen“, so Baumann, „nach einer erfolgreichen Vorsaison waren wir wohl über-ehrgeizig, das führte zu Fehlern und internen Probleme, die Energie verschwendet und Verletzungen herbeigeführt haben. Die Verletzungen war nachweislich der Hauptgrund.“

Veränderungen stehen an

Bei Werder stehen nun einige Entscheidungen ins Haus. Veränderung werde es geben, allerdings nicht plötzlich und unbedacht: „Wir wollen wieder eine junge, entwicklungsfähige Mannschaft zusammenstellen. Wir werden auch über Veränderungen im Trainerteam und im Staff nachdenken. Wir lassen uns aber nicht treiben. Bis zum Trainingsstart werden wir Entscheidungen treffen.“

Über den Transfermarkt sagt Baumann: „Wir müssen wieder der einfallsreiche Herausforderer werden, so wir vor der Saison. Wir wollen eine junge, entwicklungsfähige Mannschaft, brauchen schnelle, athletische und kreative Spieler. Werden auch Änderungen im Trainerteam besprechen, lassen uns nicht treiben.“

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