Thurams Frankreich-Debüt: Licht und Schatten

Marcus Thuram erlebt mit Borussia Mönchengladbach einen Höhenflug. Am gestrigen Mittwochabend feierte der Angreifer sein Debüt für die französische Nationalmannschaft und stellte seinen Trainer trotz des enttäuschenden Ergebnisses grundsätzlich zufrieden.

Marcus Thuram bei seinem Frankreich-Debüt gegen Finnland
Marcus Thuram bei seinem Frankreich-Debüt gegen Finnland ©Maxppp

Sein erstes Länderspiel für Frankreich wird sich Marcus Thuram wohl anders vorgestellt haben. Mit 0:2 verloren Les Bleus im Stade de France gegen Finnland. Der Angreifer von Borussia Mönchengladbach stand über die gesamten 90 Minuten auf dem Platz und wurde im 4-4-2 des Weltmeisters auf dem linken Flügel eingesetzt.

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Die Equipe Tricolore lieferte dabei eine insgesamt enttäuschende und zurückhaltende Vorstellung. Auch Fohlen-Profi Thuram spielte nicht gänzlich befreit auf. Das Fazit seines Trainers Didier Deschamps fiel dennoch milde aus: „Ich hatte keine Zweifel daran, dass er beeindruckt war. Das entspricht nicht seinem Charakter. Aber weil es seine erste Berufung ist, gebe ich ihm mildernde Umstände, auch wenn er in der ersten Halbzeit gut war.“

„Er hat interessante Dinge angeboten“

„Mit ein bisschen mehr Erfolg hätte er mit seinem Kopfball, der die Latte getroffen hat, ein Tor erzielen können. Er forderte Bälle und riss einige Lücken auf“, fasste Deschamps Thurams erste Halbzeit zusammen. Nach dem Wiederanpfiff baute der Gladbach-Profi wie der Rest des Teams etwas ab. „Danach war es für ihn in der zweiten Halbzeit ein bisschen komplizierter. Es gab weniger Räume, zudem war er auch ein bisschen müde, weil er am Sonntag gespielt hat“, so Deschamps, „aber für sein Debüt hat er interessante Dinge angeboten.“

In den kommenden Nations League-Duellen gegen Portugal (14.11.) und Schweden (17.11.) erhält Thuram, der auf seiner linken Offensivseite Konkurrenten wie Bayerns Kingsley Coman vor sich hat, die nächste Gelegenheit, sich im Kreis der Nationalmannschaft dauerhaft zu etablieren.

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