Rodríguez: EM als Schaufenster für Bundesliga-Rückkehr?

Beim FC Turin ist Ricardo Rodríguez aufgrund mangelnder Spielzeit unzufrieden. Eine gute Europameisterschaft könnte ihm neue Perspektiven bieten – in Turin oder bei einem anderen Verein.

Ricardo Rodriguez im Einsatz für den FC Turin
Ricardo Rodriguez im Einsatz für den FC Turin ©Maxppp

Ricardo Rodríguez sucht derzeit nach einer Lösung für sein Reservistendasein beim FC Turin. Gegenüber FT deutet Berater Haroon Masoodi an, dass die anstehende Europameisterschaft durchaus als Schaufenster für seinen Schützling dienen kann: „Er ist in der Schweizer Nationalmannschaft gesetzt und ich bin davon überzeugt, dass er ein gutes Turnier spielen wird.“

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Das ist auch nötig, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. In der laufenden Saison spielte Rodriguez wettbewerbsübergreifend lediglich 18 Mal für die Turiner. Seit Davide Nicola im Januar den Trainerposten übernahm, stehen nur noch vier Einsätze zu Buche. „Es wird mehr Wert auf physische Attribute gelegt. Ricardo kann so mit seinen spielerischen Qualitäten nicht glänzen“, erklärt Masoodi.

Bundesliga ist eine Option

Eine Rückkehr in die Bundesliga steht ebenfalls zur Debatte. „In Deutschland ist Ricardo kein Unbekannter“, fasst der Berater die fünfeinhalb erfolgreichen Jahre des 28-Jährigen beim VfL Wolfsburg zusammen. Sogar zwei Titel durfte Rodríguez mit den Wölfen holen. 2015 schlugen die Wolfsburger Borussia Dortmund (3:1) im Finale um den DFB-Pokal. Ein Jahr darauf besiegte man den FC Bayern (6:5 n.E.) im deutschen Superpokal.

Wichtig ist für den 79-fachen Nationalspieler, wieder regelmäßig zu spielen. Da der Linksverteidiger noch bis 2024 an seinen derzeitigen Arbeitgeber gebunden ist, gibt es von Spielerseite aus wenig Druckmittel. Erster Ansprechpartner bleibt daher der FC Turin. Sollte sich vereinsintern keine Lösung anbieten, hofft Rodríguez auf einen Neuanfang bei einem anderen Klub.

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