FT-Kurve Premier League

Mbappé das Gespenst | De Bruyne trägt City zum Sieg

Während Kylian Mbappé bei Real Madrid weiter eine unglückliche Figur macht, zeigt Kevin De Bruyne bei Manchester City, warum er noch nicht zum alten Eisen gehört. Die FT-Presseschau am Donnerstag.

von Martin Schmitz
2 min.
FT-Presseschau am 05.12.2024 @Maxppp

Erneuter Fehlschuss von Mbappé

Die Ära von Kylian Mbappé bei Real Madrid ist noch immer keine Liebesbeziehung. Zehn Tore und zwei Vorlagen in 20 Partien für die Königlichen können sich zwar durchaus sehen lassen, doch irgendwie haben sich alle in und um die spanische Hauptstadt noch mehr von einem der aktuell größten Stars im Weltfußball versprochen. Der 25-Jährige scheint weder mit seinen Teamkollegen noch den Real-Fans wirklich warm zu werden. Dazu agiert er bisweilen sehr unglücklich auf dem Feld. Bei der gestrigen Niederlage gegen Athletic Bilbao (1:2) verschoss der Franzose wie bereits in der Champions League gegen den FC Liverpool (0:2) einen Strafstoß. „Wird den Anforderungen noch immer nicht gerecht“, titelt die ‚Marca‘ über den neuen Starstürmer und schreibt: „Wieder ein entscheidender Fehler. Wie schon in Anfield hätte Mbappé aus elf Metern den Spielverlauf ändern können. […] Er hat einfach keinen Biss.“

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Die ‚Sport‘ sieht in Mbappé „ein Gespenst, das auf dem Elfmeterpunkt umherirrt“ und hinterfragt die spielerischen Fähigkeiten des Angreifers: „So viele Dribblings enden im Nichts, dass es schwer zu glauben ist, dass das alles nur ein Symptom einer schlechten Entscheidungsfindung ist.“ Die ‚L’Équipe‘ präsentiert unter dem Titel „Die schlechte baskische Nacht“ eine erschreckende Statistik: „In der ersten Halbzeit hatte Mbappé nur 18 Ballkontakte. Nur der gegnerische Torwart hatte weniger (13).“ Trainer Carlo Ancelotti zeigte sich nach Abpfiff von der gesamten Teamleistung enttäuscht, nahm seinen Starspieler jedoch in Schutz: „Ich muss das Spiel eines Spielers nicht wegen eines Elfmeters bewerten, manchmal trifft man und manchmal verschießt man sie. Mbappé ist traurig und enttäuscht, aber wir müssen weitermachen.“

Die Aura von De Bruyne

Manchester City durchlebte in den vergangenen Wochen die größte Krise unter Trainer Pep Guardiola. Der englische Serienmeister wartete sieben Pflichtspiele lang auf einen Sieg und verlor dabei ganze sechsmal. In der Ligapartie gegen Nottingham Forest gelang es den Skyblues nun, den Bock umzustoßen. Beim 3:0-Sieg überzeugte vor allem ein Mann, der seine hartnäckige Verletzung endlich überwunden zu haben scheint: „Kevin de Bruyne stand zum ersten Mal seit dem 18. September in der Startelf und belebte eine City-Mannschaft, die lange sieglos war“, lobt die ‚Mundo Deportivo‘.

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Auch die französische ‚L’Équipe‘ ist voll des Lobes: „Die Citizens wurden von der großen Rückkehr von Kevin De Bruyne in die Startelf getragen, der sich von seiner Leistenverletzung erholt hatte. Der Belgier nahm sofort das Heft in die Hand und war entscheidend am Führungstreffer beteiligt, als er eine Flanke von Ilkay Gündogan verwertete.“ Zuvor hatte der mittlerweile 33-Jährige bereits den Führungstreffer von Bernardo Silva vorbereitet. „De Bruyne dreht die Jahre zurück, um die Show zu leiten und die City-Talfahrt zu stoppen. Der Belgier strahlte den ganzen Abend über eine Aura aus, die ihn unbesiegbar machte“, schwärmen die ‚Manchester Evening News‘.

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