Mann der Stunde: Schade dreht auch beim DFB auf

Bei der U21-Nationalmannschaft hatte Kevin Schade zuletzt großen Anteil an der weiterhin makellosen Bilanz in der EM-Quali. Auch beim SC Freiburg wissen sie sein Talent längst zu schätzen. FT stellt den Shootingstar vor.

Kevin Schade im Trikot der deutschen U21.
Kevin Schade im Trikot der deutschen U21. ©Maxppp

Vier Spiele, vier Siege. Für die deutsche U21-Nationalmannschaft läuft es auch unter Neu-Cheftrainer Antonio Di Salvo richtig gut. Einen nicht geringen Anteil am Erfolg hat dabei zweifelsfrei die Entdeckung dieser Länderspielpause: Kevin Schade vom SC Freiburg. Beim gestrigen 5:1-Sieg gegen Ungarn war der 19-Jährige mit zwei Toren und zwei Vorlagen der überragende Mann.

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Schon beim Last-Minute-Sieg gegen Israel (3:2) konnte der Offensivspieler überzeugen, erzielte in der 88. Minute per Kopf den wichtigen Ausgleich und leitete in der Nachspielzeit mit einer Flanke den Siegtreffer von Jonathan Burkardt (21) ein. Nervosität konnte man Schade bei seinem Debüt für die U21 nicht ansehen, Anlaufschwierigkeiten hatte er definitiv auch nicht.

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Die gleiche Unbekümmertheit half dem gebürtigen Potsdamer schon dabei, die ersten Schritte im Profiteam des SC Freiburg zu gehen. Zunächst noch für die Zweitvertretung im Einsatz – für die Schade auch prompt einen Doppelpack bei seinem Drittliga-Debüt erzielte, die 2:5-Niederlage gegen die U23 von Borussia Dortmund aber auch nicht verhindern konnte – durfte der Rechtsfuß fortan in der Beletage des deutschen Fußballs ran.

Gleich eine Woche später am zweiten Spieltag der laufenden Saison feierte Schade sein Bundesliga-Debüt, dieses Mal gegen den großen BVB (2:1). Es folgten weitere Einwechslungen gegen den VfB Stuttgart (3:2) und den 1. FC Köln (1:1), bevor der Rohdiamant am vierten Spieltag gegen den FSV Mainz (0:0) auch zum ersten Mal in der Startelf ran durfte.

Mit seinem Kometenstart gerechnet hat Schade dabei selbst nicht, wie er gegenüber vereinseigenen Medien verriet: „Ich hätte das auf keinen Fall gedacht, das ging schon sehr schnell. Ich war zwar letztes Jahr schon ein paar Mal im Kader dabei. Aber dass es jetzt so lief, ist natürlich sehr schön.“

Streich: „Bin zufrieden“

Hilfreich für den Jungspund ist dabei sicherlich seine Vielseitigkeit. Seine 1,84 Meter erlauben es Schade, im Sturmzentrum als klassischer Wandspieler zu agieren. Mit seinem hohen Tempo, gepaart mit seiner Dribbelstärke kann er aber ebenso gut auf dem Flügel für Gefahr sorgen. „Ein selbstbewusster, junger Kerl. Er ist sehr sprungstark und hat ein richtig gutes Kopfballspiel. Er ist talentiert und hat diese Waffe – Schnelligkeit. Ich bin zufrieden“, beschreibt Trainer Christian Streich.

Wohlklingende Worte, die Schade gerne zur Kenntnis nimmt. Zurücklehnen wird er sich deshalb aber nicht. Der Stürmer weiß, dass er bisher nur einen ersten Schritt im Profifußball gegangen ist und noch einen weiten Weg vor sich hat. Um sein Ziel zu erreichen, will Schade „in jedem Training Vollgas geben und alles mitnehmen, was einem die älteren Spieler mit auf den Weg geben.“ Der Start ist bisher äußert vielversprechend.

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