Real: Güler spaltet Familie Ancelotti
Bei der vergangenen Europameisterschaft bewies Arda Güler auf der großen Bühne, dass er eine Mannschaft offensiv anführen kann. Bei Real Madrid darf der talentierte Türke jedoch weiterhin nur Kurzarbeit leisten – das führt offenbar zu Meinungsverschiedenheiten im Hause Ancelotti.

Arda Güler wird in seiner Heimat jetzt schon als absoluter Superstar betrachtet. Mit seinem Wechsel zu Real Madrid im Sommer 2023 schien der Stern des Spielmachers endgültig aufzugehen. Doch auch nach über einem Jahr hat sich der Edeltechniker bei den Königlichen noch nicht endgültig durchsetzen können. Zwar lief Güler in der aktuellen La Liga-Saison bereits siebenmal für Real auf, meistens waren es jedoch nur Kurzeinsätze.
Dies sorgt laut der spanischen ‚Sport‘ für Meinungsverschiedenheiten im Hause Ancelotti. Während der türkische Nationalspieler laut Papa und Cheftrainer Carlo weiterhin noch Zeit braucht, um sich in die Startelf zu spielen, ist Co-Trainer und Sohn Davide anderer Meinung. Er spricht sich dem Bericht zufolge deutlich für mehr Spielzeit des Linksfußes aus. Auch andere Experten gehen davon aus, dass der 19-Jährige trotz seines jungen Alters in jeder Mannschaft oder unter einem anderen Trainer Stammspieler wäre.
Fehlende Defensivqualitäten ausschlaggebend
Gründe für die wenige Spielzeit liefert Carlo Ancelotti selten. Im Februar antwortete er auf Nachfrage eines Journalisten nur knapp und stellte klar: „Ich muss ihm keine Erklärung geben.“ Laut ‚Sport‘ ist der Italiener vor allem von Gülers Defensivqualitäten nicht überzeugt, die ein Mittelfeldspieler unter der Regie des Startrainers zum Leisten imstande sein muss. Auch hier soll sein Sohn jedoch nicht einer Meinung mit ihm sein. Er plädiere dafür, dem Youngster mehr Chancen und einfach offensiv mehr Führungsaufgaben zu übertragen.
Güler selbst hält sich mit Forderungen oder gar Unmutsäußerungen zurück. „Ich habe keine Probleme mit Ancelotti“, sagte der Spieler kürzlich, obwohl ihm die Rolle des Ersatzspielers zugewiesen wurde. Sein Transfer zu Real sei sogar Ancelottis direkter Wunsch gewesen: „Er hat mich dreimal angerufen, bevor ich nach Madrid kam, er hat mich sogar gebeten, ihm zu versprechen, dass ich komme.“
Leihe denkbar
Unklar ist weiterhin, wo Güler im Real-System spielen soll. Für einen Mittelfeldplatz fehlt ihm der defensive Biss, die Startelfplätze in der offensiven Reihe sind eigentlich fest an noch namhaftere Spieler vergeben. Carlo Ancelotti muss seinen Kader weiter moderieren und zwischen den verschiedenen Ansprüchen und Egos abwägen. Daher kam eine Leihe für Güler ins Spiel. Bayer Leverkusen wurde als mögliche Adresse genannt, zuletzt warf auch Ex-Klub Fenerbahce den Hut in den Ring. Dort baggert angeblich José Mourinho am Offensivspieler. Real sondiert gegenwärtig die Optionen.
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