HSV: Europäische Klubs an Onana interessiert

Der Hamburger SV spielt erneut eine wechselhafte Saison, die wahrscheinlich ohne den ersehnten Aufstieg in die Bundesliga endet. Eines seiner größten Talente weckt dennoch Begehrlichkeiten.

Amadou Onana spielt seit 2020 für den HSV
Amadou Onana spielt seit 2020 für den HSV ©Maxppp

Amadou Onana (19) vom Hamburger SV weckt Begehrlichkeiten bei Vereinen im Ausland. Nach FT-Informationen steht der defensive Mittelfeldspieler auf der Liste der SSC Neapel, des RC Lens und eines Top5-Klubs der Ligue 1.

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Onana war vor rund einem Jahr von der TSG Hoffenheim zu den Hanseaten gewechselt. In dieser Saison stand er in 25 Pflichtspielen für die Hamburger auf dem Rasen, dabei gelangen ihm drei Treffer. Sein Vertrag beim HSV besitzt Gültigkeit bis 2024.

Mehr als ein Abräumer

Trotz seiner Körpergröße von 1,95 Meter sind im Spielaufbau des belgischen Juniorennationalspielers kaum Defizite auszumachen. Neben der Kopfball- und Zweikampfstärke ist sein Tempo ein weiterer Pluspunkt. Damit erfüllt Onana die wichtigsten Anforderungen an einen zentralen Mittelfeldspieler im modernen Fußball. Erfahrenere Spieler wie Klaus Gjasula (31) und David Kinsombi (25) verdrängte er zumeist auf die Bank.

Kein Wunder also, dass größere Vereine auf den im Senegal geborenen Belgier aufmerksam wurden. Die Hoffenheimer Jugendteams führte Onana einst als Kapitän aufs Feld. Die Kraichgauer ihrerseits wollten das hoffnungsvolle Talent damals in den eigenen Reihen halten, zögerten jedoch zu lange mit einem Vertragsangebot.

Verpasster Aufstieg als Chance?

Derzeit stehen die Chancen für den HSV schlecht, den Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Sollte ein weiteres Jahr in der zweiten Liga für Onana nicht in Frage kommen, müsste der Sechser zunächst seinen Wechselwunsch hinterlegen. Da sein Vertrag erst in drei Jahren ausläuft, halten die Hamburger das Zepter in der Hand.

Ein verpasster Aufstieg könnte sich allerdings auch als Chance für Onana herausstellen. Trotz der hohen Anzahl an Einsätzen liegt er im internen Ranking bezüglich der Spielminuten nur auf Platz zwölf. Zahlreiche Ein- und Auswechslungen stehen für den Belgier zu Buche. Eine Saison als absoluter Stammspieler wäre für seine sportliche Entwicklung förderlich.

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