Tottenham in der Königsklasse: Contes Transformation der Spurs

Dank Antonio Conte ist Tottenham Hotspur seit einiger Zeit wieder auf dem aufsteigenden Ast. Mit den hochwertigen Neuverpflichtungen könnten sich die Spurs in der Premier League-Spitze festsetzen.

Antonio Conte ist Trainer von Tottenham Hotspur
Antonio Conte ist Trainer von Tottenham Hotspur ©Maxppp

Als Antonio Conte die Mannschaft von Tottenham Hotspur im November 2021 übernahm, war der Klub aus dem Norden Londons auf dem absteigenden Ast. Das verlorene Champions League-Finale gegen den FC Liverpool (0:2) im Jahr 2019 lag bereits eine ganze Weile zurück und spielerisch waren die Spurs ebenfalls nicht mehr auf Königsklassen-Niveau.

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Statt Stars zu verpflichten, um die eigenen Ambitionen zu untermauern, sorgten von Klubpräsident Daniel Levy diktierte Einsparungen während der Corona-Krise sowie Fehlschläge auf dem Transfermarkt dafür, dass weder José Mourinho noch Nuno Espírito Santo an der White Hart Lane eine nachhaltige Erfolgsgeschichte anleiern konnten.

Das Entkommen der Abwärtsspirale geht einher mit der Verpflichtung von Conte. Als Meistertrainer von Inter Mailand kam der emotionale Übungsleiter nach London und formte eine Mannschaft, die in der Lage war, die Saison auf Rang vier der Premier League-Tabelle zu beenden. Mit der Qualifikation für die Champions League stiegen die Ambitionen der Spurs für die kommende Spielzeit – und dementsprechend agiert man auch auf dem Transfermarkt.

Drei neue Spieler schon fix

Ivan Perisic (33) kommt ablösefrei von Contes Ex-Klub Inter, Yves Bissouma (25) von Brighton & Hove Albion verstärkt das Mittelfeld der Lilywhites für umgerechnet 30 Millionen Euro und für die Dienste von Richarlison (25) überweisen die Verantwortlichen der Spurs knapp 60 Millionen Euro zum FC Everton.

Die qualitativ hochwertigen Einkäufe sollen allerdings noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Conte will mehr – und Levy scheint dem italienischen Coach seine Wünsche zu erfüllen. In der Defensive wird Berichten zufolge bald Clément Lenglet (27) vom FC Barcelona zum Kader stoßen. Der Franzose soll von den Katalanen ausgeliehen werden.

Gute Karten hat Tottenham offenbar auch im Poker um Djed Spence (21) vom FC Middlesbrough. Der Schienenspieler ist auf der rechten Seite beheimatet und zog durch sehr gute Leistungen in der vergangenen Saison die Aufmerksamkeit vieler Klubs auf sich.

Transfers für die Breite

Insgesamt kann Conte künftig auf einen in der Breite qualitativ deutlich üppiger besetzten Kader zählen. Baut man alle neuen Spieler und die Neuzugänge in spe in die Startformation ein, so würden Leistungsträger der vergangenen Saison auf die Bank verdrängt werden.

Das zählt vor allem für Dejan Kulusevski (22), der noch von Juventus Turin ausgeliehen ist und in der Rückrunde seine Qualität konstant nachweisen konnte. Aber auch Pierre-Emile Höjbjerg (26) wird im zentralen Mittelfeld weiterhin gebraucht, der Ex-Bayern-Spieler nimmt eine wichtige Rolle als Lautsprecher und Antreiber bei den Spurs ein. Dem Rotationsprinzip für die hohe Belastung durch Champions League und die zahlreichen nationalen Wettbewerbe in England ist demnach Tür und Tor geöffnet.

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