Leverkusens Albtraum | Real steht auf Kimmich und träumt von Rodri

von Martin Schmitz
2 min.
Presseschau 23.05. @Maxppp

Atalanta Bergamo beweist, dass Leverkusen doch schlagbar ist und bei Real Madrid ist nach dem Kroos-Abgang eine Planstelle offen. Die FT-Presseschau blickt auf die Schlagzeilen des Tages.

Bayer bricht unter dem Druck der Geschichte zusammen

Irgendwann geht jede Serie einmal zu Ende. Doch dass die der Leverkusener unter Xabi Alonso ausgerechnet im Finale der Europa League ihr Ende nehmen würde, haben in Fußball-Europa nur wenige vermutet. „Bayer Leverkusens ungeschlagenes Triple schien unausweichlich, aber es stellt sich heraus, dass sie schlagbar sind. Am Ende einer Traumsaison erlebte Bayer Leverkusen einen Albtraum“, stellt ‚The Ahtletic‘ fest. Und auch in Italien selbst scheint die Presse vom Husarenstück des Serie A-Vertreters überrascht. Oder wie es der ‚Corriere dello Sport‘ ausdrückt: „Ein legendäres Kunststück gelang Atalanta in Dublin, wo die Mannschaft von Gian Piero Gasperini die Europa League gewann, indem sie Bayer Leverkusen, das seit 51 Spielen nicht mehr verloren hatte, dominierte und besiegte.“

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Während quer durch den Kontinent vor allem die starke Leistung der Italiener gewürdigt wurde, legten manche Beobachter den Finger in die noch schmerzende Wunde von Bayer und wiesen darauf hin, dass es noch einen zweiten Faktor in diesem Endspiel gab – die schwache Leistung des Finalgegners. „Die in Dublin gezeigte Hilflosigkeit auf deutscher Seite steht im krassen Gegensatz zu Bayers sonst so eroberungslustigem Gesicht und stellt einige erstaunliche Entscheidungen von Xabi Alonso in Frage“, schreibt die ‚L’Equipe‘. Der ‚Mirror‘ schlägt in eine ähnliche Kerbe, zeigte dagegen aber etwas Mitleid mit Xabis Jungs: „Sie haben den Spitznamen ‚Neverkusen‘ abgeschüttelt, nachdem sie fünfmal Vizemeister waren, drei deutsche Pokalendspiele und das Champions-League-Finale verloren haben. Aber das war ein Spiel zu weit. Der Druck dieser Geschichte, der auf ihren Schultern lastete, war zu groß.“

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Attraktiver Kimmich und der Traum von Rodrigo

Am Dienstag hat Toni Kroos die Fußballwelt mit der Ankündigung seines Karriereendes im Sommer überrascht. Das Champions League-Finale wird für den Mittelfeldregisseur das letzte Pflichtspiel im Dress der Königlichen sein. Diese müssen sich nun Gedanken machen, wie der Greifswalder ersetzt werden könnte. Dabei gibt es laut der ‚as‘ nur zwei sinnvolle Optionen: Rodri (27) von Manchester City und Joshua Kimmich (29) von Bayern München. Während der Spanier die „logische Option“ sei, da er „der unantastbare Kapitän des englischen Meisters ist, er Fünfter bei der Ballon d’Or-Wahl wurde und mit seinem Tor das vergangenen Champions League-Endspiel entschied“, wäre der Münchner die „realistische Wahl“.

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Kimmich steht vor einer ungewissen Zukunft und kurz vor seinem letzten großen Vertrag. Spielerisch passe er bei Real laut ‚as‘ perfekt ins Profil: „Fußballerisch hat Kimmich ähnliche Eigenschaften wie Kroos. Wie seine hervorragende Ballbehandlung und seine unbestreitbare taktische Intelligenz. Außerdem verfügt er über mehr Erfahrung auf höchstem Niveau (20 Titel mit Bayern, darunter die Champions League 2020) als andere Spieler. Einen neuen Kroos zu finden, ist nicht machbar, aber Kimmich ist die attraktivste Option und Rodrigo ist ein Traum.“

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