Medien: UEFA erwägt Champions League-Ausschluss von Real, Barça & Juve – Trio reagiert

Vor wenigen Wochen hielt die Super League die Fußball-Welt in Atem – wenn auch nur kurz. Am gestrigen Freitagabend verkündete die UEFA Sanktionen für neun der zwölf abtrünnigen Vereine. Auf Real Madrid, den FC Barcelona und Juventus Turin könnte Schlimmeres zukommen.

Aleksander Ceferin ist Präsident der UEFA
Aleksander Ceferin ist Präsident der UEFA ©Maxppp

Nur wenige Tage nach ihrer Gründung war die Super League schon wieder auseinandergefallen. Nach und nach kündigten die beteiligten Klubs ihren Rückzug aus dem Projekt an. Mittlerweile halten nur noch Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin am neuen europäischen Klubwettbewerb fest.

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Die restlichen neun Vereine wurden am gestrigen Freitagabend von der UEFA wieder eingegliedert und gleichzeitig sanktioniert. In einem offiziellen Statement erklärte der Kontinentalverband, dass die betroffenen Klubs unter anderem fünf Prozent ihrer aus dem Europapokal generierten Einnahmen abtreten müssen. Maßnahmen gegen das weiterhin abtrünnige Trio wurden noch nicht ergriffen. Die UEFA kündigte jedoch an „jegliche angemessenen Schritte einzuleiten“.

Laut ‚Cadena COPE‘ könnte es sich dabei sogar um einen zweijährigen Ausschluss aus der Champions League handeln. Einem Bericht der spanischen Radiostation zufolge will Verbandspräsident Aleksander Ceferin einen entsprechenden Vorschlag nach dem Endspiel der Königsklasse (29. Mai) bei den zuständigen UEFA-Gremien einreichen.

Trio reagiert

Derweil haben Real, Barça und Juve mit einer gemeinsamen Mitteilung auf die gestrigen Entwicklungen und Sanktionen der UEFA reagiert. Darin verkünden die Klubs, dass sie an der Super League festhalten. Gleichzeitig verurteilen sie, dass die Gründungsmitglieder des Projekts Opfer von „inakzeptablem Druck, Drohungen und Angriffen“ wurden, damit sie das Projekt aufgeben.

Zudem greift das Trio die UEFA direkt an. Es sei des Weiteren „inakzeptabel“, dass der Verband Sanktionen gegen die Super League-Klubs verhängt, während das Projekt noch Teil eines Rechtsstreits ist. Gerichte hätten die FIFA und die UEFA bereits darauf hingewiesen, von solchen Maßnahmen abzusehen, solange nicht alle juristischen Konflikte geklärt sind.

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