„Langfristiger Vertrag“ beim BVB – gibt es eine FC-Zukunft für Wolf?

Im Sommer wechselte Mittelfeldspieler Marius Wolf von Borussia Dortmund auf Leihbasis zum 1. FC Köln. Bei den Domstädtern ist der 25-Jährige zwar schon unangefochtener Stammspieler, doch den durchwachsenen Start konnte auch er nicht verhindern. Seine Zukunft lässt Wolf bewusst offen.

Marius Wolf spielt auf Leihbasis für den 1. FC Köln
Marius Wolf spielt auf Leihbasis für den 1. FC Köln ©Maxppp

Einfach war der Start für Marius Wolf beim 1. FC Köln nicht gerade. Seit seinem Wechsel Anfang Oktober ist der Ex-Herthaner Teil einer Mannschaft, die schon zu Saisonbeginn tief im Abstiegskampf steckt und bis zum heutigen 2:1 gegen den BVB auf den ersten Saisonsieg wartete.

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Obwohl die Schwierigkeit der Aufgabe zumindest teilweise abzusehen war, entschied sich Wolf bewusst für den Wechsel zu den Rheinländern: „Ich wollte unbedingt spielen und es gab dieses Angebot. Ich habe gesehen, dass ich hier helfen kann und extrem wichtig für die Mannschaft sein kann. Das war dann auch der ausschlaggebende Punkt“, erläutert der ehemalige deutsche Nachwuchsnationalspieler im Interview mit den ‚Ruhr Nachrichten‘.

Beim BVB ohne Perspektive, beim FC Führungsfigur

Dass die Chance auf regelmäßige Einsätze bei Borussia Dortmund für ihn nicht gerade groß war, sei der Hauptgrund für den Wechsel gewesen: „Die Vorbereitung habe ich ganz normal mitgemacht und auch ein paar Testspiele bestritten. Ich wusste aber, dass man nicht zu 100 Prozent mit mir plant. Das hat mich in dem Moment aber nicht interessiert, ich habe mich einfach darauf konzentriert, eine gute Vorbereitung zu machen. Die kleine Chance, die ich bekommen habe, wollte ich nutzen. Dass es jetzt so gekommen ist, ist für mich kein Weltuntergang.“

In Köln spielt der 25-Jährige nun eine deutlich wichtigere Rolle. Dass er „mit 25 Jahren schon viel Erfahrung“ hat, sieht Wolf als einen der Gründe, warum der FC ihn verpflichtete. Seiner Führungsrolle auf und neben dem Platz wird der gebürtige Coburger zwar schon teilweise gerecht, seine bisherigen Leistungen lassen allerdings noch zu wünschen übrig. Wolf zieht trotzdem eine positive Zwischenbilanz: „Ich habe mich relativ schnell eingefunden. Bis auf die Ergebnisse bin ich ganz zufrieden. Ich hoffe natürlich, dass die bald kommen werden und daran arbeiten wir. Im letzten Spiel war meine persönliche Leistung nicht so gut, davor konnte ich schon helfen.“

In der Rolle als Rechtsverteidiger offenbarte Wolf zuletzt des Öfteren defensive Schwächen – womöglich auch, weil sich der gelernte Rechtsaußen wohler fühlt, wenn er offensiver agiert: „Natürlich spiele ich da, wo der Trainer mich aufstellt. Ich gebe aber offen zu, dass ich gerne weiter vorne spiele. In Dortmund hatten wir immer sehr viel Ballbesitz, hier in Köln ist das anders. Da ist es für mich wahrscheinlich leichter, vorne zu spielen.“

Offene Zukunft

Wie es für ihn nach der Saison weitergeht, weiß Wolf derweil noch nicht. „Da reden wir im Sommer drüber. Ich habe noch einen langfristigen Vertrag in Dortmund“, betont der Rechtsfuß, der sich eigentlich gerne dauerhaft beim BVB durchsetzen würde. Dort ist sein Arbeitspapier noch bis 2023 datiert.

„Ich bin hier, weil ich Spielpraxis sammeln will. Ich hau mich rein, egal wo ich bin. Im Fußballgeschäft geht es oft schnell“, orakelt Wolf. Wohl wissend, dass seine schwarz-gelbe Perspektive sehr überschaubar ist.

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