Jeden Cent muss Hasan Salihamidzic zwar nicht umdrehen, gewisse Grenzen hat der FC Bayern seinem Sportchef für die laufende Transferphase jedoch auferlegt. Mehr als 80 Millionen Euro darf Brazzo für einzelne Spieler nicht ausgeben. Dies ließ Uli Hoeneß am Wochenende wissen.

Salihamidzic zeigt gegenüber der ‚Sport Bild‘ Verständnis: „Uli Hoeneß ist der Aufsichtsratsvorsitzende, der Aufsichtsrat muss unsere Transferinvestitionen bewilligen, daran halten wir uns natürlich.“

Wunschspieler nicht finanzierbar?

Das Problem: Leroy Sané, gemeinhin als Wunschkandidat gehandelt, könnte teurer werden als jene Summe. Der Flügelflitzer steht zwar bei Pep Guardiola nicht mehr besonders hoch im Kurs, ist aber noch zwei Jahre an Manchester City gebunden. Unter Marktwert wird der englische Meister den hochveranlagten 23-Jährigen also nicht ziehen lassen. Über Sané sagt Salihamidzic: „Ich kommentiere keine Namen.“

Ein Stück weit günstiger, aber dafür mit anderen Fragezeichen versehen, sind die Personalien Callum Hudson-Odoi und Timo Werner. Den Chelsea-Youngster plagt ein Achillessehnenriss. Wann der 18-Jährige wieder einsatzbereit ist, steht in den Sternen. Ein medizinisches Gutachten von Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt steht noch aus.

Werner hingegen ist kein echter Außenbahnspieler, im Dribbling verfügt er über wenige Varianten. Hinzu kommt, dass RB Leipzig bislang keine Anstalten macht, von seiner Forderung über 60 Millionen Euro abzurücken. Angesichts der noch einjährigen Vertragslaufzeit eine mehr als stolze Summe.

Salihamidzic steht vor einer sehr komplizierten Aufgabe. Daran werden auch die rund 20 Millionen Euro nichts ändern, die Jérôme Boateng einspielen könnte. Um den 30-jährigen Innenverteidiger bemüht sich Inter Mailand.