Wenn die Bayern gewollt hätten, würde sich Timo Werner aktuell wohl auf den Rückrundenstart des Rekordmeisters am kommenden Sonntag gegen Hertha BSC (15:30 Uhr) vorbereiten. Stattdessen steht für den Angreifer das Spiel gegen Union Berlin am Samstagabend (18:30 Uhr) mit RB Leipzig auf dem Plan. Die Münchner Entscheidung gegen Werner hatte gute Gründe.

Timo Werner ist ein guter Spieler, der eine hervorragende Hinrunde gespielt hat“, leitet Hasan Salihamidzic gegenüber der ‚Sport Bild‘ ein, stellt jedoch klar: „Allerdings haben wir Robert Lewandowski. Robert ist ein Stürmer, der zu unserer Spielweise ideal passt. Robert hat die Fähigkeit, sich auf engem Platz zu orientieren, die Technik, sich in engen Räumen zu bewegen und mit dem Ball außergewöhnliche Lösungen zu finden.

In München hatten man berechtigte Zweifel, ob Werner gegen die häufig tiefstehenden Bayern-Gegner seine Explosivität auf den Platz bringen kann. Brazzo: „Timo Werner braucht mit seiner Schnelligkeit mehr Räume, die hatte er in dem System, das Leipzig gespielt hat. Das System bei RB hat sich nun zwar geändert aber dennoch ist es vorne nicht so eng wie bei uns.“

Sommerwechsel dank Ausstiegsklausel?

Statt zu den Bayern zu wechseln, verlängerte Werner seinen Kontrakt in Leipzig bis 2023. Gleichzeitig sicherte sich der Stürmer eine Ausstiegsklausel. Über deren Höhe gibt es unterschiedliche Meinungen.

Während die ‚Bild‘ von einer dynamischen Klausel schreibt, die zunächst bei 60 Millionen Euro startet und peu à peu fällt, rechnet der ‚kicker‘ mit einem fixen Passus in Höhe von 30 Millionen Euro. Angeblich sollen sich derzeit vor allem Real Madrid und der FC Chelsea die Klausel zunutze machen wollen.