Lange Zeit sah es so aus, als führe an Peter Stöger kein Weg vorbei. Sechs Siege, fünf Unentschieden und keine Niederlage in der Liga können sich schließlich durchaus sehen lassen. Im Pokal und auch in der Europa League schied der Österreicher mit Borussia Dortmund aber aus. Und auch spielerisch lassen die Schwarz-Gelben einiges vermissen.

Ob Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke dem Interimstrainer also langfristig das Vertrauen schenken wollen, ist unklar. Zudem macht sich mittlerweile auch Stöger selbst Gedanken, ob er an einer Fortführung der Zusammenarbeit über den Sommer hinaus Interesse hat. Der heftige Gegenwind der vergangenen Wochen hat den Ex-Kölner ins Grübeln gebracht.

So oder so – die Borussia-Chefetage ist gut beraten, andere Optionen zu prüfen. Eine davon heißt Lucien Favre. Der Schweizer war schon nach der Trennung von Thomas Tuchel ein heißer Kandidat, erhielt damals aber keine Freigabe von OGC Nizza. In diesem Sommer könnte dies anders sein.

Nach Informationen der ‚Bild‘ kommen darüber hinaus zwei Übungsleiter aus der Bundesliga infrage. Sowohl Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig) als auch Niko Kovac (Eintracht Frankfurt) haben demnach mit ihrer herausragenden Arbeit Eindruck hinterlassen bei Watzke und Co.

FT-Meinung: Für alle vier Kandidaten gibt es Argumente. Dass Stöger beim BVB bleibt, erscheint aber immer unwahrscheinlicher. Gut möglich, dass die Dortmunder bei den anderen drei vorfühlen und zuschlagen, wenn einer der Genannten zu haben ist.