Thomas Tuchel ist dafür bekannt, dass er nur äußerst ungern Spieler abgibt. „Es fällt mir schwer, mich von Spielern zu trennen. Das war schon als Jugendtrainer so“, gestand der Cheftrainer von Borussia Dortmund nach seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren ein. Wechselwilligen Spielern, die sich stets als extrem mannschaftsdienlich erwiesen haben, wird der Trainer aber im Härtefall keine Steine in den Weg legen. Adrián Ramos ist ein solcher Musterprofi.

Und wie Tuchel nun bestätigt, will der Kolumbianer den BVB in diesem Winter verlassen. „Ich würde ihn wahnsinnig gerne behalten, aber ich weiß, dass es einen Wechselwunsch gibt. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns und wir werden sehen, was passiert. Stand jetzt ist es noch in alle Richtungen offen“, sagte Tuchel am gestrigen Donnerstagabend nach dem Test gegen Standard Lüttich.

Um Ramos bemühen sich wie bereits vor einem Jahr die finanzstarken chinesischen Klubs. Chongqing Lifan ist bereit, acht Millionen Euro für den Dortmunder Reservisten auf den Tisch zu legen. Der Plan der Chinesen sieht vor, dass Ramos noch ein halbes Jahr an Schwesterklub FC Granada verliehen wird, um die Andalusier vor dem Abstieg zu bewahren.

Kein Kontakt zu Zelalem

Gedion Zelalem soll den Weg in Richtung Signal Iduna Park einschlagen. Das Mittelfeldtalent wird seit rund vier Jahren beim FC Arsenal ausgebildet. Da der Vertrag bei den Gunners nach jetzigem Stand im kommenden Sommer enden soll, hofft der BVB auf einen ablösefreien Transfer. Der englische ‚Guardian‘ hielt jedoch vor kurzem dagegen und behauptete, dass der gebürtige Berliner, der derzeit für die Juniorennationalmannschaft der USA aufläuft, noch bis 2019 vertraglich gebunden ist.

So oder so scheint der Youngster aber ohnehin vorerst kein Thema an der Dortmunder Strobelallee zu sein. Über einen Transfer im Winter sagt Thomas Tuchel gegenüber ‚ESPN FC‘: „Zum jetzigen Zeitpunkt? Nein, jedenfalls nicht so weit ich weiß.“

FT-Meinung: Der erste Teil der Tuchel-Aussage öffnet natürlich sperrangelweit die Tür für weitere Spekulationen. Dass Zelalem bereits im Winter im Ruhrpott anheuert, wurde schließlich nie behauptet. Für den kommenden Sommer könnte eine Verpflichtung des hochgehandelten 19-Jährigen zum Thema werden.