Am 1. Juli 2014 wird es soweit sein: Die UEFA startet offiziell das Financial Fairplay, das künftig das Finanzdoping der europäischen Klubs eindämmen soll. Doch vor allem in der Bundesliga bestehen Zweifel an der Umsetzung. Karl-Heinz Rummenigge fordert von Michel Platini, den angefangenen Weg konsequent weiterzugehen.

Es war von Anfang an klar, dass beim Financial Fairplay auch Trickser unterwegs sein werden. Der Kreativität scheinen keine Grenzen gesetzt“, berichtet der Vorstandsboss des FC Bayern München im ‚kicker‘, „Paris St. Germain z. B. hat ja einen Wahnsinnsbetrag aus dem Emirat Katar gekriegt, als Sponsorbeitrag.“

PSG, die AS Monaco und Manchester City gelten als Paradebeispiele für Klubs, deren Wettbewerbsvorteil sich aus einem starken Investor ergibt. Einen Umstand, den nicht nur Rummenigge empfindlich einschränken möchte. „Unterm Strich steht und fällt beim Financial Fairplay alles mit der Umsetzung der UEFA im nächsten Jahr. Ich bin sehr gespannt, wie man das handhabt.“

Platini, ursprünglich Ideengeber bei der Einführung des FFP, ist an der Spitze des europäischen Dachverbands nun bei der Umsetzung gefragt. Die Zweifel vieler werden wohl erst dann ausgeräumt sein, sollte der Franzose den ersten großen Verein sanktionieren. „Statuten machen nur Sinn, wenn sie seriös von allen Seiten eingehalten werden. Das muss der Verband einfordern. Die Erfahrung zeigt: Das geht nur durch Strafen. Und diese Strafen müssen wehtun, das ist auch klar. Sonst fühlen sich die anderen betrogen“, sagt Rummenigge.

Rund ein Jahr vor dem Start der neuen Gesetzgebung klotzen die Vereine noch einmal auf dem Transfermarkt. Die AS Monaco gab bereits 146 Millionen Euro für Neuzugänge aus, Manchester City folgt mit 111 Millionen, nur eine Million weniger investierte Paris St. Germain. Real Madrid könnte nach dem Bale-Transfer auf mehr als 190 Millionen Euro kommen. Wie die Bilanz zum gleichen Zeitpunkt 2014 aussieht, wird mit Spannung erwartet.