Die exzellenten Leistungen von Chicharito im Trikot von Bayer Leverkusen werden vor allem in Spanien registriert. Der FC Valencia und der FC Sevilla haben längst die Fühler ausgestreckt und träumen gar von einem Wintertransfer. Richtig Sorgen muss sich Bayer Leverkusen aber erst dann machen, wenn ein echter Topklub seine Fühler nach dem ehrgeizigen Torjäger ausstreckt. Wie zum Beispiel Real Madrid.

Angesprochen auf eine mögliche Rückkehr ins Estadio Bernabéu sagt Real-Vorstand Santiago Aguado bei ‚Fox Sports‘: „Aber ja, das würde mir gefallen. Denn wir finden, dass er ein toller Spieler ist.“ Vorstandkollege Manuel Cerezo sieht es ähnlich: „Chicharito war hier bei Real Madrid und es ist nicht so, dass er sich hier nicht hätte durchsetzen können. Jeder Spieler braucht Zeit zur Eingewöhnung und in Madrid muss nun mal alles von heute auf morgen gehen. Er hatte dann die Option zu Bayer zu gehen und dort macht er sich richtig gut.“

Bei den Königlichen brachte es Chicharito nicht über die Rolle des Edeljokers hinaus. In 33 Pflichtspielen war der Südamerikaner aber immerhin an 18 Toren direkt beteiligt (9 Vorlagen, 9 Assists). Aktuell ist Real mit Karim Benzema und Álvaro Morata dahinter bestens aufgestellt im Angriff. Dass sich das spanische Eigengewächs Morata mittelfristig mit einem Platz als Stürmer Nummer zwei anfreunden wird, ist jedoch unwahrscheinlich. Ergreift Morata erneut die Flucht, könnte Chicharito eine zweite Chance bei Real Madrid bekommen.

Vor dem nächsten Frühjahr wird der Bayer-Stürmer aber keine Entscheidung über seine Zukunft fällen. Das weiß auch Manager Rudi Völler: „Chicha ist keiner, der ewig lange vorausplant. Aber das wissen wir, und das ist auch so in Ordnung. Sein Vertrag ist schon mal bis dahin (2018, d. Red.) gültig. Und von etwaigen Gerüchten lassen wir uns sowieso nicht beeindrucken.“ Chicharito selbst werden die lobenden Worte der ehemaligen Bosse mit Sicherheit trotzdem gut tun.