Karl-Heinz Rummenigge übt sich in Diplomatie. Mit Blick auf frühere Aussagen des damaligen Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß sagt der Vorstandsboss gegenüber ‚Sport1‘: „Ich glaube, das, was Uli gesagt hat, war damals aus der Situation heraus durchaus keine falsche Einschätzung. Aber das war eben auch zu einem anderen Zeitpunkt.“

Zur Erläuterung: Noch im Mai hatte Hoeneß dem damals wenig gefragten Jérôme Boateng nahegelegt, sich einen neuen Arbeitgeber zu suchen. „Ich würde ihm als Freund empfehlen, den Verein zu verlassen. Er braucht eine neue Herausforderung, er wirkt wie ein Fremdkörper“, so Hoeneß’ harsche Worte.

Verlängerung steht an

Inzwischen haben sich die Vorzeichen komplett geändert. Dreimal in Folge stand Boateng zuletzt in der Startelf und machte dabei den Eindruck, als habe er sein körperliches Tief aus dem Vorjahr überwunden. „Jérôme spielt wieder kontinuierlich und legt unter Hansi Flick wieder Stabilität an den Tag“, lobt Rummenigge.

Eine Verlängerung des 2021 auslaufenden Vertrags liegt im Bereich des Möglichen, auch wenn Hasan Salihamidzic erst am Mittwochabend nach dem Sieg gegen Hoffenheim (4:3) durchscheinen ließ, dass er keine Eile verspürt: „Wir werden sicher Gespräche führen, aber wir konzentrieren uns auf das Sportliche. Es ist wichtig, dass wir in diesen Wochen total fokussiert sind auf die Spiele.“

Zurückhaltung bei Sané

Eine andere Personalie treibt die Bayern-Bosse dieser Tage noch etwas mehr an: Leroy Sané. Doch so weit wie noch vor einigen Monaten lehnt man sich in München nicht mehr aus dem Fenster. Rummenigge: „Ich möchte nichts sagen über Spieler, die bei anderen Klubs unter Vertrag sind. Und bei Manchester City keine Diskussion auslösen.“

Auch das eigentlich offensichtliche Interesse an dem 24-jährigen Flügelstürner will Rummenigge öffentlich nicht mehr bestätigen: „Ich möchte ich weder bestätigen noch dementieren. Wir werden unseren Job machen.“ Dem Vernehmen nach sieht dieser vor, Sané im Sommer für eine möglichst noch zweistellige Millionensumme an die Säbener Straße zu bugsieren.