Es sind Dinge vorgefallen, die nicht gehen. Hätte ich das vor dem Spiel erfahren, hätte ich zwei Spieler bereits vor dem Spiel ausgewechselt und nicht erst in der Halbzeit“, polterte RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick nach 2:3-Niederlage in der Europa League gegen Schwesterklub Red Bull Salzburg.

Laut ‚Bild‘ richtete sich diese Kritik in erster Linie gegen die beiden Franzosen Jean-Kévin Augustin und Nordi Mukiele. Das Duo erschien vor der Partie nicht zur verabredeten Uhrzeit zum Umziehen in der Kabine. Mitspieler fanden sie schließlich am Handy spielend und mit Kopfhörern in den Ohren im Innenraum des Stadions.

Das führte schließlich dazu, dass die Leipziger zwei Minuten nach der von der UEFA vorgegeben Zeit zum Aufwärmen auf dem Rasen erschienen. Rangnick bestätigt: „Wir hätten laut Protokoll um 20.18 Uhr auflaufen müssen.“ Nun droht laut ‚Bild‘ gar eine Geldstrafe seitens des europäischen Fußballverbandes für die Roten Bullen.

Schimpftirade nach dem Spiel

Nach dem leblosen Auftritt gegen Salzburg war Rangnick bereits aus der Haut gefahren. „Es scheint so, als wenn manche Spieler die Europa League als lästige Pflicht sehen. Völlig pervers. Wir reisen hier quer durch Europa, um uns für den Pokal zu qualifizieren. Sowas habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt.“

Augustin wurde von Rangnick schon häufiger als schwieriger Charakter eingestuft. Zuletzt gab es Ärger, weil der Angreifer nicht zur U21-Nationalmannschaft reisen wollte und stattdessen in einem Testspiel für Leipzig auflief. Landsmann Mukiele war im Sommer für 16 Millionen Euro vom HSC Montepellier gekommen. Er wurde in der Vorbereitung von Rangnick für seine mangelnde Fitness gerügt.