Johannes Geis sieht bei Schalke 04 schwierigen Zeiten ins Auge. Die ‚Bild‘ berichtet, dass die Königsblauen ohne den defensiven Mittelfeldspieler planen. Trainer Domenico Tedesco würde dem Rechtsfuß im Zweifel zwar eine faire Chance geben – prinzipiell sei Geis ihm jedoch schlicht zu langsam. Ein Gespräch steht an.

Derzeit ist der 24-Jährige noch an den FC Sevilla verliehen. Da er dort aber nur als Ergänzungsspieler (14 Teileinsätze) zum Zuge kam, werden die Andalusier die Kaufoption über neun Millionen Euro nicht ziehen. Für Geis geht es somit vorerst zurück nach Gelsenkirchen.

2015 hatte der damalige Schalke-Manager Horst Heldt den Meister des langen Balles für stattliche 10,5 Millionen Euro von Mainz 05 in die Veltins Arena geholt. Die Erwartungen an Geis waren entsprechend hoch, wirklich erfüllen konnte er sie jedoch nur selten. Bislang stehen 61 Pflichtspielen mit fünf Toren und acht Vorlagen für den Standardspezialisten zu Buche.

FT-Meinung: Geis bringt durch seinen starken rechten Fuß durchaus Qualitäten mit, die vielen Mannschaften gut zu Gesicht stünden. Würde er auf einen Verbleib pochen, müsste er jedoch mit Vorbehalten bei Tedesco rechnen. Dass trotzdem eine Chance besteht, sich ins Team zu spielen, bewies Anfang der abgelaufenen Saison Max Meyer. Dennoch: Schalkes und auch Geis‘ Präferenz ist wohl eine Trennung im Sommer.