Den begeisternden Auftritten in der Champions League folgte schnell die Ernüchterung. Tottenham Hotspur beendet die Premier League-Saison 2010/2011 auf einem enttäuschenden fünften Rang. Aus ist der Traum, die ‚Top Four‘ der Insel dauerhaft zu stürmen. Zwar schwächelte der FC Liverpool in dieser Saison abermals gehörig, statt den ‚Spurs‘ nimmt jedoch Manchester City den Rang in der Spitzengruppe ein.

Auf dem Transfermarkt sorgt das Abschneiden der ‚Spurs‘ weniger für Mitleid als für Aufsehen. Die White Hart Lane birgt viele Spieler, die für Fußballeuropa interessant sind. Allen voran Gareth Bale. Der Waliser spielte sich mit überragenden Auftritten in der Champions League gegen Inter Mailand in den Vordergrund. Tottenham blockte jegliches Interesse. Bei einer Ablöse von 100 Millionen Pfund werde man schwach, scherzte Trainer Harry Redknapp.

Mittlerweile habe man nachgegeben, berichtet der ‚Daily Mirror‘. Demnach ist Bale nicht mehr unverkäuflich, es müsste sich jedoch um ein Angebot handeln, das der Verein auf keinen Fall ablehnen könne. Heißt: Es muss im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen. Günstiger zu haben wäre demnach Luka Modrić, ein weiterer Leistungsträger, der bei Manchester United auf der Liste stehen soll. Sir Alex Ferguson möchte dem Vernehmen nach mit Modrić eine Mannschaft aufbauen, die mittelfristig den FC Barcelona vom europäischen Thron stößt.

Für eine Summe zwischen 20 und 25 Millionen Pfund – umgerechnet etwa 23 bis 28 Millionen Euro – könne der Kroate den Verein verlassen, so der ‚Daily Mirror‘. Angesichts der rund 18 Millionen Euro, die Tottenham 2008 für Modrić an Dinamo Zagreb überwies, stünde am Ende eine Rendite von mindestens fünf Millionen Euro. Geld, das man an der White Hart Lane investieren will. Noch hat Tottenham die ‚Top Four‘ nicht aus den Augen verloren.