In der Saison 2010/11 gelang Mehmet Ekici beim 1. FC Nürnberg der Durchbruch in der Bundesliga. Der Türke kam auf Leihbasis für ein Jahr vom FC Bayern München zu den Franken und wurde im zentralen Mittelfeld des ‚Club‘ zur festen Größen. Im vergangenen Sommer wechselte der heute 22-Jährige für fünf Millionen Euro Ablöse vom Rekordmeister zum SV Werder Bremen. Bei den ‚Grün-Weißen‘ wurde der hochveranlagte Mittelfeldakteur jedoch immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen.

In der aktuellen Saison wollte sich Ekici, der wegen einer Beckenverletzung von März bis Juni ausfiel, endlich einen Stammplatz in der Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf sichern. Die Vorbereitung verlief vielversprechend, der Nationalspieler zeigte durchweg überzeugende Leistungen, musste dann aufgrund von Hüftproblemen wieder pausieren und ist noch ohne Pflichtspieleinsatz. „Wir haben ihm deutlich gemacht, dass wir den Weg mit ihm gehen wollen und dass wir seine Qualität brauchen“, zitiert die Syker ‚Kreiszeitung‘ Schaaf.

Zugleich fordert der Trainer mehr Einsatz von seinem Yougster: „Jetzt muss er an sich arbeiten.“ Vollends überzeugen kann Ekici im Training derzeit aber wohl nicht. „Er ist bemüht“, so Schaaf. Ekici, dessen Vertrag an der Weser noch bis 2015 datiert ist, steht nicht im Aufgebot für das Auswärtsspiel beim SC Freiburg am heutigen Mittwoch (20:00 Uhr). Aufgeben ist für den Deutsch-Türken jedoch keine Option. „Die Saison ist noch lang. Ich weiß um meine Qualitäten. Wenn ich richtig fit bin, kann ich mich bei Werder durchsetzen“, erklärte der Spielmacher unlängst.