Drei Jahre hat Arturo Vidal gebraucht, um sich vom giftigen Wadenbeißer zum Häuptling der ‚Werkself‘ emporzuarbeiten. Seit der vergangenen Saison zählt der defensive Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen zum besten, was die Bundesliga auf seiner Position zu bieten hat. Der Konkurrenz entgeht diese Entwicklung selbstverständlich nicht.

Leverkusens Problem ist Vidals Vertragslaufzeit. Seit Monaten versuchen die Bayer-Verantwortlichen über 2012 hinaus zu verlängern – bislang ohne Erfolg. Der FC Bayern München beobachtet die Entwicklung mit Argusaugen, das Interesse des Rekordmeisters ist mittlerweile verbrieft. Allerdings haben die Bayern Konkurrenz aus dem Ausland: Der SSC Neapel hat laut ‚Bild‘ bereits einen Vorstoß gewagt.

Die Konditionen waren indiskutabel“, winkt Wolfgang Holzhäuser jedoch ab. Der Geschäftsführer hatte Vidal schon im Vorfeld für unverkäuflich erklärt. Man brauche den Chilenen, um sich auch in der kommenden Saison für die Champions League zu qualifizieren, so die allgemeine Sprachregelung unter dem Bayer-Kreuz.

Es wäre nach aktuellem Stand Vidals letzte Saison im Trikot der ‚Werkself‘. „Wenn sie ihn nicht gehen lassen, spielt er noch ein Jahr in Leverkusen und geht ablösefrei“, kündigte Berater Fernando Felicevich unlängst an, dass sein Klient seinen Vertrag nicht verlängern wird: „Natürlich will Arturo zu Bayern, das will jeder. Wir werden alles tun, damit das klappt.“ Neapel scheint nicht nur beim Verein schlechte Karten zu haben.