Langer Weg zum Spitzenklub

Der FC Barcelona ist erst der zweite Erstligist, den Quique Setién trainiert. Zuvor war der 61-Jährige bei unterklassigen Klubs tätig. Über Racing Santander, Poli Ejido, CD Logroñés, CD Lugo, UD Las Palmas und zuletzt Betis Sevilla musste er sich hocharbeiten. Einen Titel als Trainer konnte Setién in seinen 18 Jahren als Cheftrainer nicht gewinnen.

Setién der Strandfußballer

In seiner Karriere als Profifußballer holte Setién immerhin einen Titel: Den Supercup mit Atlético Madrid. Im spanischen Fußball hat sich der ehemalige Mittelfeldspieler dennoch verewigt. In seiner Geburtsstadt Santander wird er als „El Maestro“ verehrt. Insgesamt zwölf Spielzeiten schnürte er die Schuhe für Racing. Angefangen hat der 61-Jährige allerdings als Strandfußballer. Das konnte Setién sogar so gut, dass er für das spanische Nationalteam im Beachsoccer spielte.

Trainer von Äquatorialguinea

Im Klubfußball war Setién bislang immer in Spanien tätig. Doch im Jahr 2006 wagte er ein dreimonatiges Abenteuer als Nationaltrainer von Äquatorialguinea. Eigentlich hatte er als Vertreter seines Ex-Klubs CD Logroñés lediglich vor, ein Kooperationsabkommen mit dem nationalen Verband zu verhandeln. „Antonio Dumas war gerade zurückgetreten und sie baten mich, die Nationalmannschaft zu übernehmen“, blickt der Kantabrier zurück, „doch mir wurde im Laufe der Zeit klar, dass diese Leute keine Ambitionen und keine Seriosität hatten.“ Das einzige Pflichtspiel, ein Afrika-Cup-Qualifikationsspiel gegen Kamerun, wurde mit 0:3 verloren.

Cruyff-Fan und Barça-DNA

Der ausschlaggebende Punkt für das Engagement bei den Blaugrana ist der Spielstil, den der neue Coach der Katalanen präferiert. Setién gilt als großer Fan von Johan Cruyff und hätte nach eigener Aussage „seinen kleinen Finger gegeben“, um mit dem Niederländer in einer Mannschaft zu spielen. Die Barça-DNA findet sich daher auch bei allen Mannschaften wieder, die der 61-Jährige trainierte. Ballbesitzfußball und schnelles Kombinationsspiel mit kurzen Pässen waren selbst bei seinen unterklassigen Teams an der Tagesordnung.

Bewunderung der Barça-Spieler

Bereits als Trainer von Betis Sevilla hatte Setién bei den Spielern des FC Barcelona einen herausragenden Ruf. Bei einem Gastspiel mit Betis im Camp Nou im Jahr 2018 bekam der Übungsleiter ein Trikot von Sergio Busquets überreicht mit der Aufschrift: „Für Quique, mit Liebe und Bewunderung für die Art, wie sie den Fußball betrachten. Alles Gute.“