Zu Beginn des Jahres hätte sich Lucas Hernández wohl nicht träumen lassen, dass er im Sommer den WM-Pokal in den Moskauer Nachthimmel hieven wird. Hatte der vom Innen- zum Linksverteidiger Umfunktionierte sein Nationalmannschaftsdebüt doch erst Ende März 2018 gefeiert.

In Russland war der Profi von Atlético Madrid dann gesetzt und spielte jede Partie bis auf das unbedeutende dritte Gruppenspiel gegen Dänemark (0:0) durch. Richtig fassen kann Hernández die vergangenen Monate, in denen er neben der goldenen Trophäe auch seinen erstgeborenen Sohn in den Armen halten durfte, immer noch nicht.

Glückseligkeit bei Hernández

Es ist wahr, dass ich mir nie hätte vorstellen können, das alles zu haben. Es ist eine große Sache, Weltmeister zu sein und zwei Wochen später zum ersten Mal Vater zu werden. Es ist unglaublich. Wenn mein Sohn etwas älter ist und alles erfährt, wird er wissen, dass er im selben Jahr geboren wurde, in dem ich Weltmeister wurde“, freut sich der 22-Jährige im Interview mit unserer Partnerseite Foot Mercato.

Direkt vor dem Endrundenturnier hatte der Verteidiger seinen Vertrag bei Atletí bis 2024 ausgedehnt. Das Ziel sei es, so lange wie möglich in Madrid zu bleiben: „Das hoffe ich doch. Das ist mein Ziel. Natürlich geht es im Fußball sehr schnell und man weiß nie. Mein Ziel ist es aber, eine sehr erfolgreiche Karriere bei Atlético Madrid zu haben. Man weiß nie, es kann Angebote geben, die für meine Familie und mich interessanter sind und die uns zwingen werden, zu gehen. Aber mein Hauptziel ist es, bei Atlético zu bleiben und dort weiter als Fußballer zu wachsen.“

Hernández wünscht sich Kanté

Hernández hat dabei sehr genaue Vorstellungen, welcher Spieler die Colchoneros verstärken würde: „Wenn ich Sportdirektor wäre, würde ich das gesamte französische Team kaufen (lacht). Ich denke, der Spieler, der uns wirklich gut tun würde, wäre N’Golo Kanté. Seine Spielweise, seine Art zu spielen, ich denke, er wäre der ideale Spieler für uns in Madrid.“