Trotz harscher Kritik während der Rückrunde blieb Arsène Wenger dem FC Arsenal erhalten. Und der Elsässer machte den Gunners zu Beginn des Wechselfensters Hoffnung, dass er seine zurückhaltende Transfermarktpolitik endgültig ad acta gelegt hat und die erhofften neuen Stars den Weg nach London-Holloway finden. Die Fans hatten sich aber zu früh gefreut.

Enttäuschende Einkäufe

Den über Jahre gesuchten neuen Stoßstürmer hatte Wenger endlich in seiner französischen Heimat gefunden. Für Alexandre Lacazette überwies der 67-jährige Trainerroutinier 53 Millionen Euro an Olympique Lyon. Der 26-jährige Goalgetter soll den Konkurrenzkampf mit seinem Landsmann Olivier Giroud anheizen.

Für die Verteidigung bediente sich Wenger beim FC Schalke 04 und schnappte sich Sead Kolasinac. Da der königsblaue Vertrag des 24-Jährigen ausgelaufen war, wurde keine Ablösezahlung fällig. Zwei frühe Transfers, die die Wenger-Kritiker zunächst verstummen ließen. Bis zum Deadline Day folgte allerdings keine weitere Neuverpflichtung.

Sánchez musste bleiben

Die Berichterstattung rund um die Nordlondoner wurde deutlich stärker durch die Abgänge bestimmt. Über Wochen wurde mit einem Abschied von Alexis Sánchez gerechnet. Der Chilene hätte die Gunners nur zu gerne gen Manchester City verlassen, um erneut unter Pep Guardiola zu spielen. Der Wechsel kam aber nicht zustande, da Wunschnachfolger Thomas Lemar die AS Monaco nicht Richtung AFC verlassen wollte. Sánchez blieb in Nordlondon und machte im Anschluss mehr mit hämischen Mienen nach Arsenal-Niederlagen denn mit starken Leistungen auf sich aufmerksam.

Von der Gehaltsliste streichen konnte Wenger Alex Oxlade-Chamberlain (FC Liverpool), Wojciech Szczesny (Juventus Turin), Gabriel Paulista (FC Valencia), Kieran Gibbs (West Brom) und Yaya Sanogo (FC Toulouse). Unter dem Strich blieb trotz des Rekordeinkaufs von Lacazette ein Transferüberschuss von rund 15 Millionen Euro.

Wenger rotiert gegen den Effzeh

Von den beiden Neuzugängen wird nur Sead Kolasinac am heutigen Donnerstagabend auflaufen. Wenger kündigte bereits im Vorfeld an, zu rotieren und auf einige Stars zu verzichten. Neben dem rotgesperrten Abwehrchef Laurent Koscielny und Rekordmann Lacazette verzichtet Wenger auch auf Mesut Özil, Petr Cech, Hector Bellerín, Granit Xhaka, Aaron Ramsey und Danny Welbeck.

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