Adi Hütter hat verraten, dass er mit der Ausgangslage von Eintracht Frankfurt im Sommer alles andere als zufrieden war. „Es war zu sehen, dass wir in keinem perfekten Zustand waren. Ich wusste nicht, ob das Spielermaterial genügt“, nimmt der Eintracht-Trainer gegenüber dem ‚kicker‘ kein Blatt vor den Mund, „für die Art und Weise, wie ich spielen lassen wollte, waren die Bedingungen nicht optimal. Ich erinnere mich an ein Testspiel in Südtirol, da haben wir 15 bis 20 Minuten so gespielt, wie ich es mir vorstelle - über den Rest lege ich den Mantel des Schweigens. Aber ich empfand es als Reiz, das alles in den Griff zu bekommen, es war eine spannende Herausforderung“.

Nach dem missglückten Saisonstart konnte die Mannschaft mehr und mehr Hütters Spielidee verinnerlichen: „Wie wir uns aus dem Dreck gezogen haben, war beeindruckend, zumal das Auftaktprogramm schwierig war. Aber meine Spielidee ist danach immer mehr in die Köpfe der Spieler übergegangen. Das Schlüsselspiel war der 4:1-Sieg gegen Hannover 96 am 6. Spieltag, vorher standen wir schwer unter Druck. Mit den Siegen gegen Lazio Rom und in Hoffenheim erlebten wir eine perfekte englische Woche. In den folgenden zweieinhalb Monaten waren wir sicherlich eines der besten Teams in Deutschland. Die Dynamik, die Power, die Art und Weise, wie wir spielten, sorgte für ein richtig gutes Gefühl. Beachtlich war außerdem, welche individuelle Entwicklung die Spieler genommen haben.“