Der FC Arsenal steht einem Abschied von Mesut Özil im Januar offen gegenüber. Die ‚Times‘ berichtet, dass die Gunners ihren Topverdiener (20 Millionen Euro pro Jahr) sogar verleihen würden. Lieber wäre den Londonern selbstredend ein Verkauf. Dieser würde sich aber angesichts des horrenden Gehalts sehr schwierig gestalten.

Unter Unai Emery hat Özil seinen Stammplatz verloren. Beim Derby gegen Tottenham Hotspur (0:2) am Mittwoch stand der 30-Jährige erst gar nicht im Spieltagskader. Aus „taktischen Gründen“, wie sein Trainer anschließend angab. Ein Bekenntnis zum Spielmacher kam Emery aber nicht über die Lippen. Offenbar würde der Spanier den 92-fachen Nationalspieler gerne loswerden.

Guter Saisonstart

Doch wie kam es überhaupt zu Özils Abstieg bei Arsenal? Zu Saisonbeginn schienen die Dinge eigentlich einen guten Verlauf zu nehmen. Nach emotionsgeladenen Sommermonaten hatte man den Anschein, dass Özil froh war, wieder auf der Insel zu sein. Emery setzte auf den Linksfuß, der spielte ordentlich bis gut und trug zwischenzeitlich sogar die Kapitänsbinde.

Zum Bruch mit dem Coach kam es dem ‚Daily Mirror‘ zufolge aber vor dem 2:2 bei Crystal Palace Ende Oktober. Im Vorfeld hatten einige Defensivspieler Emery angeblich aufgefordert, den mitunter zweikampfscheuen Özil zugunsten der mannschaftlichen Stabilität auf die Bank zu setzen. Der 47-Jährige lehnte jedoch ab. Stattdessen ließ er Özil erneut als Spielführer auflaufen.

Kein Zehner im System

Nach uninspirierter Leistung holte Emery den Linksfuß nach 68 Minuten vom Feld. Özil reagierte wütend und warf die Kapitänsbinde weg. Eine Szene, die bei Emery laut ‚Daily Mirror‘ hängenblieb. Seit dem 2:1-Sieg in Bournemouth am 25. November hat Özil seinen Stammplatz jedenfalls verloren. In Arsenals 3-4-3-System gibt es die Rolle des klassischen Zehners nicht.

Doch wie geht es nun weiter für Özil? Der ‚Daily Mirror‘ bringt einmal mehr Inter Mailand als möglichen Abnehmer ins Spiel. Eine Leihe könnte für die Nerazzurri durchaus infrage kommen – allerdings müsste sich Arsenal am Gehalt beteiligen. Özils Vertrag im Emirates läuft noch bis 2021. Dass Arsène Wenger im Winter so hart und am Ende erfolgreich um eine Verlängerung kämpfte, wird für Emery und Arsenal nun zur Krux.