Carlos Tévez kommt momentan nicht zur Ruhe. Am Samstag scheiterte der Argentinier mit Juventus Turin im Finale der Champions League am FC Barcelona. Es war sicherlich nicht das beste Spiel in der Karriere des 31-Jährigen. Neben seinem Sturmpartner Álvaro Morata blieb er blass. Mit Landsmann Paulo Dybala hat die ‚Alte Dame‘ für die kommende Saison bereits den nächsten Stürmer verpflichtet, der Tévez um seinen Stammplatz bringen will. Anstatt sich also entspannt in den Urlaub zu begeben, muss der Argentinier sich Gedanken über seine Zukunft machen.

Laut der spanischen Sportzeitung ‚as‘ soll eine Entscheidung noch in dieser Woche fallen. Drei Vereine sind demnach im Rennen um die Dienste des ‚Apachen‘. Mit Paris St. Germain und Atlético Madrid locken zwei europäische Spitzenvereine. Auch eine Rückkehr zu seinem Jugendverein Boca Juniors wird gehandelt.

Drei Vereine – drei Argumente

Boca hätte zwar wirtschaftlich sowie sportlich die schwächsten Argumente, doch verbindet Spieler und Verein eine besondere Beziehung. Im Alter von 17 Jahren gab der Stürmer sein Profitdebut beim argentinischen Traditionsklub. Wie Vereinspräsident Daniel Angelici bereits im April verriet, soll Tévez ihm versprochen haben, dass er zurückkehrt: „Ich war in diesen Dingen immer sehr vorsichtig und bin es auch weiterhin, aber Tévez hat entschieden, dass er zurückkommen will. Das hat er mir vergangenes Jahr gesagt.“

Zwölf Millionen Jahresgehalt winken

Doch angesichts der beiden anderen Angebote könnte Tévez die Rückkehr in seine Heimat noch etwas hinauszögern. Paris wäre für den 31-Jährigen die wirtschaftlich lukrativste Lösung. Der Scheichklub ist bereit, den Argentinier mit einem fürstlichen Jahresgehalt von zwölf Millionen Euro auszustatten. PSG-Stürmer Edinson Cavani wurde in den vergangenen Wochen mehrfach mit einem Abschied in Verbindung gebracht. Womöglich zu Manchester United. Tévez könnte die entstehende Lücke schließen.

Atlético hingegen dürfte finanziell zwar kaum mit den Franzosen mithalten können, hat jedoch ein anderes gutes Argument: Diego Simeone. Der argentinische Trainer ist ein großer Bewunderer seines Landsmanns und pflegt auch abseits des Platzes eine gute Beziehung zum Stürmer. In einem persönlichen Gespräch habe der 45-Jährige bereits versucht, Tévez von einem Wechsel zu überzeugen. In Madrid könnte der wuchtige Angreifer womöglich Mario Mandzukic ersetzen, der beim VfL Wolfsburg im Gespräch ist.

Für Tévez gilt es daher wohl, sich noch in dieser Woche die Frage zu beantworten: Geld, Freundschaft oder alte Liebe?