Als Kapitän sollte Bastian Schweinsteiger die deutsche Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Frankreich aufs Feld führen. Eine erneute Knieverletzung setzt ihn jedoch außer Gefecht. Auch wenn sein Stellvertreter Sami Khedira warnt „wer Bastian abschreibt macht einen großen Fehler“, glaubt kaum noch jemand an die Rückkehr zu alter Leistungsstärke. Mit 31 Jahren hat Schweinsteiger seinen Körper während seiner langen und erfolgreichen Karriere derart geschunden, dass viele bereits den Sprung in die sehr physische Premier League nicht nachvollziehen konnten.

Tatsächlich stand er nach seinem Wechsel vom FC Bayern zu Manchester United nur in elf von 31 Pflichtspielen über die volle Distanz auf dem Feld. Da liegt es nahe, für die letzten Karrierejahre ein anderes Ziel ins Visier zu nehmen. Abhilfe leisten könnte Fenerbahce Istanbul, das laut der türkischen Zeitung ‚Sözcü‘ Interesse am Weltmeister signalisiert. Die etwas langsamere türkische Süper Lig könnte Schweinsteigers körperlichem Zustand schmeicheln, zeitgleich würde er in einer der größten und kulturell interessantesten Städte weltweit leben.

Fraglich ist allerdings, ob Schweinsteigers sportlicher Anspruch sich mit dem niedrigeren Leistungsniveau am Bosporus arrangieren könnte. Bereits im Sommer sollen ihm lukrative Angebote aus den USA vorgelegen haben. Er entschied sich jedoch für ein Wechsel zum ambitionierten Weltklub aus der englischen Industriestadt. Sollte im Juli tatsächlich José Mourinho im Old Trafford anheuern, ist dies aber wohlgemerkt nicht gleichbedeutend mit einem Abschied Schweinsteigers. Viel mehr wollte ‚The Special One‘ ihn bereits zu seiner Zeit beim FC Chelsea und bei Real Madrid nur zu gerne in seinem Team wissen.