Haaland-Zukunft: Raiola „nicht automatisch der gleichen Auffassung“ wie der BVB

Borussia Dortmund sieht trotz einer erst im nächsten Jahr greifenden Ausstiegsklausel einer Transfersaga um Ausnahmestürmer Erling Haaland entgegen. Für dessen Berater Mino Raiola sind die Aussagen der BVB-Verantwortlichen bezüglich eines Wechselverbots nicht unbedingt bindend.

Star-Berater Mino Raiola
Star-Berater Mino Raiola ©Maxppp

Mino Raiola hat ein wenig mehr Licht in die Zukunft seines Klienten Erling Haaland gebracht. „Ich kann bestätigen, dass ich in Dortmund zu Gesprächen war“, äußert Raiola gegenüber ‚Sport1‘ und bestätigt zudem: „Michael Zorc hat uns gegenüber klargemacht, dass der BVB Erling in diesem Sommer nicht verkaufen will.“

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Eine Meinung, die für den 53-Jährigen jedoch nicht zwingend eine Handlungsgrundlage für die kommenden Monate darstellt. „Diese Meinung respektiere ich“, fährt Raiola fort, „was aber nicht automatisch heißt, dass ich auch der gleichen Auffassung bin. Der BVB war sehr klar in seinen Ansichten. Das ist für uns okay.“ Es gebe „keinen Krieg zwischen uns und dem BVB“.

Heißt im Klartext: Die Dortmunder können auf ihren Standpunkt beharren, doch der Star-Berater wird sich davon nicht beeinflussen lassen. Die öffentlichkeitswirksame Europa-Reise nach Barcelona, Madrid und England mit Haalands Vater Alf-Inge könnte also ein erster Vorgeschmack auf die kommenden Monate bis zum Sommer sein. Von Gesprächen mit anderen Klubs wird sich die Haaland-Seite daher wohl auch aller Dortmunder Rufe zum Trotz nicht abbringen lassen.

BVB pocht auf Vertrag

Erst am gestrigen Sonntagabend bekräftigte Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc die Pläne des Klubs mit der norwegischen Tormaschine. Gegenüber der ‚ARD Sportschau‘ sagte er deutlich: „Wir haben die ganz klare Planung, mit Erling in die neue Saison zu gehen.“

Ein Verkauf kommt für den Bundesligisten nicht in Frage. Der Klub beruft sich nach wie vor auf den bis 2024 geltenden Vertrag, in dem eine Ausstiegsklausel über kolportierte 75 Millionen Euro ab 2022 integriert ist.

„Ich halte mich gerne daran, wie die vertragliche Grundlage aussieht und wie die direkten Gespräche geführt worden sind in der letzten Woche“, so Zorc weiter. Raiola sieht die Situation seines 20-jährigen Klienten beim Ruhrpottklub jedoch ein wenig anders.

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