FC Bayern: Kaderplanung „ein fließender Prozess“

Momentan steckt der FC Bayern in einer handfesten Krise. Mit der Kadergestaltung ist man generell dennoch zufrieden.

Sadio Mané bei seiner Vorstellung beim FC Bayern
Sadio Mané bei seiner Vorstellung beim FC Bayern ©Maxppp

Verrückte Spontan-Transfers über 100 Millionen Euro sind nicht die Sache des FC Bayern. An der Säbener Straße pflegt man ein analytischeres Herangehen an die Kaderplanung. Die sei „ein fließender, permanenter Prozess. Unser Ziel ist es immer, diesen mittelfristig zu planen und gleichzeitig jede Saison einen Kader zu haben, der in der Lage ist, Deutscher Meister zu werden und in der Champions League ganz vorne mitzuspielen“, beschreibt Oliver Kahn im Gespräch mit dem ‚kicker‘.

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Dazu gehören perspektivische Transfers wie jene von Mathys Tel (17) oder Ryan Gravenberch (20) ebenso wie die Verpflichtung fertiger Stars der Kategorie Sadio Mané (30) oder Matthijs de Ligt (23). In diesem Sommer sei es vor allem darum gegangen, „ganz bewusst neue Reizpunkte im Kader zu setzen und die Konkurrenzsituation zu erhöhen.“

Aufbegehren der Ersatzspieler

Dass dies nicht immer nur positive Effekte mit sich bringt, mussten die Bayern in den zurückliegenden Wochen erfahren. Medial ein Stück weit geschürte Querelen um die Einsatzzeiten von Gravenberch und Leon Goretzka waren die Folge.

Schon vor der jüngsten Krise hatte Julian Nagelsmann mit ebensolchen Momentan der Unzufriedenheit gerechnet: „Den Moment wird es sicherlich geben, das kann man auch mit vielen Gesprächen nicht verhindern.“

Für den laut einem ‚kicker‘-Bericht bereits innerhalb der Mannschaft angezählten Coach gilt es, diese Probleme wegzumoderieren. Kein leichtes Unterfangen, zumal der Luxuskader derzeit wenige Ausfälle zu beklagen hat.

Was passiert nach Neuer & Müller?

Noch spannender wird in einigen Jahren die substanzielle Frage nach Lösungen für das Erbe von Spielern wie Manuel Neuer (36) und Thomas Müller (33) sein. Sorgen bereitet Kahn der Gedanke daran jedenfalls nicht. „Wenn es mal zum Abschied großer Spieler kam, ist es immer wieder aufs Neue gelungen, den Kader auf europäischem Top-Niveau zu halten“, erklärt der Vorstandsvorsitzende.

Bis 2024 sind die beiden Anführer noch gebunden. Kahn: „Mit beiden haben wir gerade erst verlängert. Wir sind glücklich, sie als absolute Leader bei uns im Team zu haben.“ Vor allem mit Blick auf die Hierarchie wird es aber eine echte Herausforderung, wenn der Kapitän und sein Vize nach langen und erfolgreichen Karrieren einmal abdanken.

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