Bayerns neuer Rekord-Torschütze: Musiala drängt sich auf

17 Minuten durfte Jamal Musiala beim Saisonauftakt für Bayern München ran und sich gegen bemitleidenswerte Schalker ebenfalls noch in die Torschützenliste eintragen. Der vorläufige Höhepunkt eines rasanten Aufstiegs.

Jamal Musiala bejubelt sein Tor gegen Schalke
Jamal Musiala bejubelt sein Tor gegen Schalke ©Maxppp

Serge Gnabry und Leroy Sané waren nicht mehr auf dem Platz. Dabei hätte manch einer glauben können, es wäre einer der beiden Nationalspieler gewesen, der da in der in 81. Spielminute dynamisch in die Mitte gezogen war und den Endstand zum 8:0 beim Scheibenschießen gegen Schalke 04 besorgt hatte.

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Von wegen: Jamal Musiala hieß der Torschütze. Und das im zarten Alter von 17 Jahren, sechs Monaten und 23 Tagen. Der englische Teenager ist damit der jüngste Pflichtspieltorschütze in der Geschichte des Rekordmeisters. Wer eine solche Statistik bei einem Klub wie Bayern anführt, der muss schon herausragendes Talent haben.

Dieses Talent erkannten die Münchner Scouts vor gut einem Jahr in der Jugendabteilung des FC Chelsea und leiteten eine Empfehlung an die Bosse weiter. Dem Lockruf von der Säbener Straße folgte der gebürtige Stuttgarter Musiala gerne, lief zunächst in der U17-Bundesliga auf, ehe er nach der Coronapause in der zweiten Mannschaft schon Drittliga-Luft schnuppern durfte (acht Einsätze, zwei Tore) und dort sogar Meister wurde.

„Ein ausgezeichneter Fußballspieler“

Die Krönung dieses unglaublich rasanten Aufstiegs folgte am gestrigen Freitagabend mit besagten Rekord-Treffer. Das Bemerkenswerte: Musialas Tor war kein Abstauber. So schwach S04 auch war, der Teenager erarbeitete sich sein Erfolgserlebnis mit einer dynamischen Einzelleistung gegen (eigentlich) gestandene Bundesliga-Verteidiger selbst.

Diese Aktion allein macht Lust auf mehr – auch bei Bayern-Trainer Hansi Flick. „Er ist ein ausgezeichneter Fußballspieler“, so der Übungsleiter lobend in Richtung Musiala, „wir werden versuchen, ihn behutsam dahin zu führen, dass er noch besser wird und uns noch mehr helfen kann. Aber das ist ein weiter Weg.“

Unweigerlich drängt sich nun die Frage auf, wo dieser Weg fortgesetzt wird. Der Youngster braucht Spielzeit, das ist klar. Wird er nun wieder zurück in die zweite Mannschaft geschickt? Oder bleibt Musiala bei den Profis, behauptet sich als Alternative für die Offensive und macht womöglich sogar die Nachverpflichtung eines weiteren Flügelstürmers überflüssig?

Wenige Stunden nach seinem Debüt-Treffer in der Bundesliga steht Musiala schon wieder für die zweite Mannschaft auf dem Rasen. Beim Drittliga-Spiel gegen Türkgücü Ataspor (14 Uhr) darf der Youngster von Beginn an ran.

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