Werner: „Da wurde ich auf den Boden der Tatsachen geholt“

Nach gutem Start fiel Timo Werner beim FC Chelsea in ein Loch. Aus diesem hat er sich inzwischen wieder befreit, die Umstellung auf die Premier League war dennoch riesig.

Timo Werner stürmt seit Sommer für den FC Chelsea
Timo Werner stürmt seit Sommer für den FC Chelsea ©Maxppp

Fünfmal hintereinander brachte ihn Thomas Tuchel zuletzt in der Startformation. Vier Torbeteiligungen stehen für Timo Werner aus diesen Spielen für den FC Chelsea zu Buche. „Ich musste einfach mal loslassen von dem ganzen Druck, Tore schießen zu müssen“, erläutert Werner im Interview mit dem ‚kicker‘. Und dann sei „in den letzten Spielen schon ein klarer Aufschwung zu sehen“ gewesen, freut sich der Nationalspieler.

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Fünf Treffer und acht Vorlagen hat Werner in seinen bisherigen 25 Premier League-Partien gesammelt. An die Quote aus Leipziger Tagen reicht der pfeilschnelle Rechtsfuß damit nicht heran. Dies führt Werner in erster Linie auf die große fußballerische Umstellung vom deutschen auf den englischen Klubfußball zurück.

„Es ist in England so, dass man nie ein ruhiges Spiel hat. Man fährt zum Viertletzten, liegt nach 15 Minuten 0:1 zurück und die parken den Bus vor ihrem Tor, dass man sich nicht mehr durchkombinieren kann“, erklärt der 24-Jährige, „die Spieler sind 1,90 Meter groß, brutal körperlich und richtig schnell – auch die Verteidiger. Es ist schon beeindruckend, was in puncto Intensität in der Premier League abgeht.“

Tuchel als Fixpunkt

Zweifel habe es in seiner 1000-minütigen Durststrecke ohne Treffer zwar nicht gegeben. Aber das Selbstvertrauen sei schon angeknackst gewesen, räumt Werner ein: „Ich hatte dieses Selbstverständnis am Anfang auch hier, dass wenn ich treffe, ich hier mein Ding so weitermachen kann. Da wurde ich in den letzten Monaten auf den Boden der Tatsachen geholt.“

Bei Tuchel kann er sich nun klare Anweisungen und kleinere Streicheleinheiten auf Deutsch holen. „Das ist definitiv ein Riesenvorteil für mich“, räumt Werner ein. Man fühle „sich fast schon ein bisschen heimisch“. Nun gilt es für den ehemaligen Stuttgarter, neben der Leistung auch die Quote wieder nach oben zu schrauben. Schließlich bezahlten die Blues im vergangenen Sommer vor allem für seine Treffsicherheit mehr als 50 Millionen Euro Ablöse.

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