Reiniers fünf Probleme beim BVB

Als Borussia Dortmund Reinier im Sommer für zwei Jahre von Real Madrid auslieh, rechnete man bei Schwarz-Gelb damit, mal wieder ein internationales Top-Talent an Land gezogen zu haben. Doch bislang gleicht die Beziehung eher einem Missverständnis. Dafür gibt es Gründe.

Reinier in Aktion für Borussia Dortmund
Reinier in Aktion für Borussia Dortmund ©Maxppp

Die Leihe von Reinier zu Borussia Dortmund ist bislang wenig ertragreich. Nur acht Teileinsätze stehen für den 18-jährigen Brasilianer bislang zu Buche. Die vereinsnahen ‚Ruhr Nachrichten‘ haben dafür fünf Gründe ausgemacht.

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Lange Spielpause

Anfang 2020 kam Reinier für stolze 30 Millionen Euro von Flamengo Rio de Janeiro zu Real Madrid, spielte dort aber nur dreimal in der zweiten Mannschaft, ehe die Drittliga-Saison in Spanien abgebrochen wurde. Zum BVB kam er daher ohne die nötige Fitness und Praxis. „Man merkt ihm an, dass er in Spanien monatelang kaum trainieren und nicht spielen konnte“, erkannte Sportdirektor Michael Zorc schon im November.

Ausfälle

Als sich Reinier gerade an die BVB-Mannschaft herangekämpft hatte, legte ihn eine Infektion mit dem Coronavirus wochenlang lahm. Als schließlich Edin Terzic das Traineramt übernahm, plagten den Offensivmann muskuläre Probleme.

Reinier 2021

Sprachbarriere

Reinier spricht trotz Unterricht verständlicherweise noch nicht gut Deutsch. Laut den ‚Ruhr Nachrichten‘ fällt es dem Südamerikaner dadurch schwer, taktischen Anweisungen oder Hintergründen zu folgen.

Kein Trainingsweltmeister

Zwar sei Reinier stets pünktlich und diszipliniert, so richtig aufdrängen konnte sich der Rechtsfuß im Training aber noch nicht, heißt es beim Lokalblatt. Noch kommen die Trainer bei der Wahl ihrer Aufstellung zu leicht an Reinier vorbei.

Starke Konkurrenz

Der Hauptgrund für Reiniers bislang nur untergeordnete Rolle dürfte derweil die große Konkurrenz im Angriff sein. Für drei bis vier Positionen stehen Jadon Sancho, Giovanni Reyna, Marco Reus, Julian Brandt, Thorgan Hazard, Youssoufa Moukoko und Erling Haaland zur Verfügung. Wohl jeder Spieler müsste da ordentlich um Einsätze kämpfen.

Und jetzt?

Reinier ist noch nicht angekommen beim BVB. Ein vorzeitiger Leih-Abbruch wurde bereits gehandelt. Zorc äußerte darauf angesprochen Anfang Dezember: „Grundsätzlich haben wir keine Überlegung, die Leihe zu verkürzen. Nach seiner Corona-Infektion ist er zurückgeworfen worden, aber wir haben die Geduld mit ihm. Ich hoffe, er hat sie auch.“ Am Sonntag (15:30 Uhr) startet der BVB gegen den VfL Wolfsburg ins Jahr 2021. Für Reinier soll es ein Neustart werden.

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