„Reminiszenz an Vidal“: McKennie überzeugt bei Juve-Debüt

Gleich bei seinem ersten Spiel für seinen neuen Arbeitgeber Juventus Turin durfte Weston McKennie über die vollen 90 Minuten ran. Und nicht nur das – der US-Amerikaner zeigte eine überzeugende Leistung und stellte damit unter der Beweis, dass er das Potenzial hat, unter Trainer Andrea Pirlo eine Schlüsselrolle bei der Alten Dame zu übernehmen.

Weston McKennie im Zweikampf
Weston McKennie im Zweikampf ©Maxppp

Mit einem souveränen 3:0-Heimsieg gegen Sampdoria Genua startete Juventus Turin in die neue Serie A-Saison. Wesentlichen Anteil daran hatte auch Neuzugang Weston McKennie, der an einem Tor der Bianconeri direkt beteiligt war. In der 78. Minute scheiterte der Ex-Schalker nach einer Ecke aus kurzer Distanz erst knapp an Genua-Torwart Audero. Der Abpraller landete vor den Füßen von Leonardo Bonucci, der zum zwischenzeitlichen 2:0 einschob. Nur sieben Minuten später hatte McKennie noch einmal die Chance auf sein Premieren-Tor. Seinen Schuss aus gut 12 Metern Torentfernung konnte Audero aber noch auf der Linie entschärfen.

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Lob von Trainer Pirlo

Neu-Trainer Andrea Pirlo fand nach dem Spiel lobende Worte für den Debütanten, sieht aber sogar noch Raum für Verbesserung: „McKennie ist mit ein paar Tagen mehr Vorbereitung angekommen und hat gut gespielt. Er hat noch Fehler im Spielaufbau gemacht, aber es war sein erstes Spiel, da ist das zu verzeihen.“ Die Juve-Legende dürfte mit Freude gesehen haben, dass der 22-Jährige die Feuerteufe im Juve-Trikot überstanden hat und seine Stärken gleich einbringen konnte.

Neben seinem soliden Passspiel wusste der US-Nationalspieler vor allem mit seinem robusten Zweikampfverhalten und seinem energischen Auftreten zu überzeugen. Mitte der ersten Halbzeit leitete McKennie mit einer Balleroberung im Mittelfeld einen Angriff ein, den Cristiano Ronaldo letztlich mit einem Lattentreffer abschloss.

Vergleiche mit Vidal

Dass McKennie gleich im ersten Spiel in der Startelf stand und den Vorzug beispielsweise vor Rodrigo Bentancur erhielt, der vergangene Saison zum absoluten Stammpersonal gehörte, ist durchaus als Zeichen zu werten, dass man dem zentralen Mittelfeldspieler viel zutraut. Die italienische Sportzeitung ‚Tuttosport‘ sah nach seiner starken Vorstellung gar schon Parallelen zu Arturo Vidal, der zwischen 2011 und 2015 im Juve-Mittelfeld ackerte.

Auch wenn es für solche Vergleiche noch ein wenig zu früh sein mag, so ist McKennie dennoch in der Lage, sich in Turin dauerhaft zum Stammspieler zu entwickeln und auf lange Sicht mehr und mehr Verantwortung zu übernehmen.

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