Werder: Die Hoffnung auf den Keïta-Effekt

von Tobias Feldhoff - Quelle: kicker | Bild
2 min.
Niclas Füllkrug Marvin Ducksch @Maxppp

Mit Fug und Recht kann man Naby Keïta als den bislang überraschendsten Coup dieses Bundesliga-Sommers bezeichnen. Nach Wunsch der Bremer hilft die Verpflichtung nicht nur aufgrund ihrer sportlichen Qualität.

Beim SV Werder Bremen ist man sich bewusst, dass man in puncto finanzielle Argumente inzwischen auch gegen einen Großteil der nationalen Konkurrenz nicht mehr ankommt. „Naby und seinem Umfeld ging es darum: Was passt sportlich und vom Umfeld? Wo kann er sich wohlfühlen, wo seine Stärken auf den Platz bringen? Das Finanzielle war eher zweitrangig“, erläutert Frank Baumann gegenüber dem ‚kicker‘ den so überraschenden Keïta-Deal.

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Der 28-Jährige wird die Qualität in Werders Mittelfeld-Zentrale unter normalen Umständen deutlich anheben. „Es war immer klar, dass wir noch Qualität brauchen. Einen Spieler wie ihn ablösefrei zu holen, ist ein gutes Zeichen für weitere Transfers und auch nach außen – für die aktuelle Situation von Werder Bremen“, sagt Baumann, „wie unsere Spieler es bewerten, weiß ich nicht. Aber schaden wird es sicher nicht.“

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Positives Zeichen an Füllkrug & Ducksch

Wen Baumann damit in erster Linie meint, ist klar: Niclas Füllkrug (30) und Marvin Ducksch (29), die beide quasi selbst wählen können, ob sie ihre Zukunft an der Weser oder bei einem anderen Klub sehen. Bei Füllkrug ginge es vor allem um die Höhe der Ablöse, sollte er sich gegen Werder entscheiden. Ducksch verfügt über eine Ausstiegsklausel über 7,5 Millionen Euro, die ohne Zustimmung der Bremer aktiviert werden könnte.

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Torschützenkönig Füllkrug ist jedenfalls schon einmal tief beeindruckt von dem Keïta-Deal: „Naby Keïta ist auf jeden Fall ein extrem guter Transfer. So jemanden ablösefrei vom FC Liverpool zu verpflichten, ist natürlich unheimlich stark und ist auch ein gutes Zeichen nach außen für weitere Transfers und die aktuelle Situation um Werder Bremen.“

Ob er sich da mit einbezieht, bleibt vorerst sein Geheimnis. „Ich denke, dass man nach der Länderspielphase auch mit Werder etwas intensiver in die Gespräche gehen wird. Die Entscheidung, die am Ende fallen wird, werde ich aus voller Überzeugung treffen. Da muss schon alles passen. Situation, Konstellation. Werder spielt da immer eine Rolle für mich“, kündigt Füllkrug gegenüber der ‚Bild‘ an. Ein Jahr an der Seite von Keïta – das sieht man nicht nur in Bremen so – hätte jedenfalls durchaus Charme.

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