Endlich Substanz: BVB gerüstet für den nächsten Titel-Anlauf

Bayern München war für Borussia Dortmund am Ende nicht mehr zu halten. Dennoch haben Dortmunder Meister-Ambitionen ihre Berechtigung, denn die personelle Situation ist mittlerweile deutlich komfortabler als noch vor ein paar Jahren.

Die Mannschaft von Borussia Dortmund beim Aufwärmen
Die Mannschaft von Borussia Dortmund beim Aufwärmen ©Maxppp

„Im nächsten Jahr“, ließ Mats Hummels am Samstag nach Borussia Dortmunds starker Vorstellung gegen RB Leipzig (2:0) verlauten, „wollen wir einen Platz nach oben rutschen. Der Titel muss das Ziel sein, wenn man ein Team hat wie wir.“ Keine Spur von Selbstzufriedenheit, trotz erneut souveräner Vizemeisterschaft und überzeugender Rückrunde.

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Im Sinne des Wettbewerbs ist es ein wichtiges Signal, das Hummels da aussendet – und ein gut begründetes obendrein. Der BVB ist in puncto Kadersubstanz in den vergangenen zwei Jahren näher an Bayern München herangekommen. Von Waffengleichheit kann zwar noch keine Rede sein, doch das schwarz-gelbe Kadergerüst steht zweifellos stabiler als noch vor einigen Jahren.

Berechenbare Situation

Dass die Abgänge von Jadon Sancho und Achraf Hakimi einkalkuliert werden müssen, ändert nichts an dieser Beobachtung. Wird Erstgenannter verkauft, kann Dortmund mit vielen Millionen nachjustieren und hat auch ohne den englischen Topstar gewaltiges Offensiv-Potenzial im Kader. Hakimi derweil wird mit dem zur Stunde noch nicht verkündeten Transfer von Thomas Meunier kompensiert.

Ansonsten steht in diesem Sommer kein Leistungsträger unter Verdacht, den Verein zugunsten eines noch größeren Klubs zu verlassen – anders als etwa vor vier Jahren, als mit Hummels, Henrikh Mkhitaryan und Ilkay Gündogan überraschend gleich drei Topstars das Weite suchten.

Bleibt noch abzuwarten, ob die Schwarz-Gelben den nächsten Angriff auf den Titel unter Trainer Lucien Favre angehen. Der Schweizer genießt nicht die Popularität eines Jürgen Klopp, zieht aber seine Vorstellung von Fußball durch und ist nach Punkten der erfolgreichste Coach der Vereinsgeschichte. Ob mit oder ohne Favre: Dortmunds Titelambitionen haben ihre Berechtigung.

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