In Madrid fühlt man sich gegenüber dem FC Barcelona benachteiligt, während der letzte CL-Spieltag international für Aufsehen sorgt. FT mit der Presseschau am Donnerstag.

Perez irrer Vorschlag
Bei Real Madrid dürfte Florentino Pérez als einer der besten oder zumindest der einflussreichsten Präsidenten in die Vereinsgeschichte eingehen. Der polarisierende Spanier kämpft mit allen Mitteln für das Wohl seines Herzensvereins. Die Vereinsbrille, die der 77-Jährige aufhat, sucht dabei ihresgleichen, denn Pérez fühlt sich in nervenaufreibender Regelmäßigkeit ungerecht behandelt. Seine neueste Fehde trägt der Baulöwe mit den spanischen Schiedsrichtern aus. Diese würden den Erzrivalen FC Barcelona bevorzugen. Pérez sieht Handlungsbedarf und ist nun mit einer kuriosen Bitte an La Liga herangetreten.
Wie der ‚Telegraph‘ berichtet, fordert der Super League-Antreiber, dass künftig englische Schiedsrichter die Spiele der spanischen Liga leiten, um die Unparteilichkeit der Offiziellen zu gewährleisten. Pérez‘ Anliegen ist dringlich, schließlich sind Real aufgrund von Fehlentscheidungen in seinen Augen mehrere Titel durch die Lappen gegangen wie Rafael Louzán, Präsidentschaftskandidat für den Ligaverband in der La Liga, kundtut. Dass die Königlichen in dieser Saison schon zehn Elfmeter zugesprochen bekommen haben und keinen gegen sich, während Barças Bilanz mit vier Strafstößen für sich und drei gegen sich deutlich ausgeglichener ist, lässt Pérez kalt. Große Aussicht auf Erfolg dürfte sein Vorstoß aber ohnehin nicht haben.
Der absolute Wahnsinn
Nachdem die Champions League-Reform zu Beginn der Saison auf große Skepsis gestoßen war, gewann sie im Laufe der Spielzeit immer mehr an Zuspruch. All das gipfelte am gestrigen Abend in einem nie dagewesenen Spektakel, alle 18 Partien wurden parallel ausgetragen. 63 Mal wurde in der Konferenz eines bekannten Streaming-Anbieters „Tor“ gebrüllt. Die Presse war ebenfalls begeistert. „Was für ein Wahnsinn“, titelt die ‚Marca‘. Natürlich schrieb der Abend auch wieder seine eigenen Geschichten.
Für den VfB Stuttgart beispielsweise ist die europäische Reise nach einem 1:4 gegen Paris St. Germain vorbei, dabei hätte ein Unentschieden zum Weiterkommen gereicht. Manchester City ist dem Exodus dagegen noch einmal von der Schippe gesprungen, in den Playoffs wartet aber mit Real oder dem FC Bayern ein echter Kracher. Real selbst hofft auf Celtic Glasgow als Gegner, mit den Skyblues droht schließlich ein echtes Top-Team, das den Madrilenen in der Vergangenheit schon das ein oder andere Mal die Suppe versalzen hat. Eine Tatsache, die auch der ‚as‘ nicht entgangen ist: „Große Emotionen. Und große Aufregung.“ Man darf also gespannt sein, was der neue Modus in den Playoffs bereithält.
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