Gesetzt, aber ersetzbar: Meunier fehlt dem BVB

Thomas Meunier stand bislang in jedem BVB-Pflichtspiel der Saison in der Startelf. Das wird sich nun ändern. FT blickt auf die ersten Monate des Belgiers in Dortmund zurück.

Thomas Meunier kam von PSG zum BVB
Thomas Meunier kam von PSG zum BVB ©Maxppp

Im Sommer schnappte sich der BVB ablösefrei Thomas Meunier von Paris St. Germain. Mit seiner Erfahrung aus 17 Champions League- und 44 Länderspielen sollte der Belgier sofort die Baustelle schließen, die Achraf Hakimi hinterlassen hatte – zeigte jedoch Anlaufschwierigkeiten.

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Defensiv nicht immer souverän und offensiv mit weniger Tempo und Torgefahr gesegnet als sein Vorgänger, wusste Meunier anfangs nur wenige zu überzeugen. Anfang November verteidigte sich der 29-Jährige im Interview mit ‚La Dernière Heure‘: „Ich hatte Schwierigkeiten, mein Spielgefühl wiederzufinden. Ich habe fast sechs Monate keinen Fußball spielen können, das ist wie eine schwere Verletzung.“

„Bin nicht Hakimi“

Und weiter: „Man sollte nicht das Unvergleichliche vergleichen. Ich bin nicht Hakimi. Dortmund hat mich mit der klaren Vorstellung verpflichtet, eine neue Balance zu erlangen, weil das Team in der vergangenen Hinrunde im Schnitt zwei bis drei Tore kassiert hat.“

Und tatsächlich: Die Dortmunder Defensivleistungen wurden mit Meunier zumindest zwischenzeitlich besser, schon neun zu Null-Spiele stehen zu Buche. Das weiß auch Trainer Lucien Favre zu schätzen, der seinerseits nie Zweifel an seinem neuen Mann aufkommen ließ. Schließlich stand Meunier als einziger Dortmunder in jedem der bislang 15 Pflichtspiele in der Startelf.

Ausfall mindestens gegen Lazio

Das wiederum wird sich am morgigen Mittwoch ändern, wenn der BVB mit einem Remis oder Sieg gegen Lazio Rom (21 Uhr) ins Achtelfinale der Champions League einziehen will. Meunier fehlt dann nämlich verletzt. Beim jüngsten 1:2 gegen Köln wurde er in der 61. Minute ausgewechselt.

Laut den ‚Ruhr Nachrichten‘ steht eine genaue Diagnose nach wie vor aus, das Lokalblatt spekuliert, dass der Ausfall sogar „weit“ über die Lazio-Partie hinaus andauern könnte. Gut möglich, dass BVB-Fans in dieser Zeit merken, was sie an ihrem 1,90 Meter großen Neuzugang haben – und demnächst Meunier statt Hakimi vermissen?

Drei weitere Rechtsverteidiger im Kader

Alternativen gibt der BVB-Kader durchaus her. Leih-Rückkehrer Felix Passlack (22) hat gute Karten bei Favre, Youngster Mateu Morey (20) wittert nach eineinhalb verletzungsgeplagten Jahren im Klub seine Chance und auf Routinier Lukasz Piszczek (35) war in der Vergangenheit stets Verlass. Meunier war bislang zwar gesetzt, mit einem Blick auf den Kader aber durchaus ersetzbar.

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