Messi-Rufe lassen Ronaldo ausrasten | Seltsames Klopp-Statement

von Niklas Scheifers
2 min.
Die heutige FT-Presseschau @Maxppp

Jürgen Klopp feiert den Sieg des englischen Ligapokals derart überschwänglich, dass der eine oder andere die Stirn runzeln dürfte. Und auch Cristiano Ronaldo sorgt mal wieder für Aufsehen. Zwei Presse-Themen zum Wochenstart.

Ronaldo droht Strafe

Von wegen lockeres Austrudeln. Cristiano Ronaldo ist in Saudi-Arabien auch mit 39 Jahren noch so richtig auf Betriebstemperatur. Der Superstar in Diensten von Al Nassr trifft (28 Tore in 29 Saisonspielen), jubelt und provoziert, wie man es nicht anders von ihm kennt. Nachdem er zuletzt bereits damit aufgefallen war, ein Trikot des Ligarivalen Al Hilal demonstrativ in seinem Schritt zu reiben, steht er nun mit einer weiteren obszönen Geste in den Schlagzeilen – und die könnte Folgen haben.

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Das wichtige 1:0 steuerte CR7 zum 3:2-Erfolg gegen Stadtrivale Al Shabab bei. Beim Torjubel ließen die Gegnerfans als Provokation lautstarke Messi-Messi-Rufe ertönen. Ronaldo stieg voll darauf ein, legte erst die Hand an sein Ohr, ging in die Hocke und wedelte wild mit dem Arm vor seinem Schritt. Nun berichtet die Zeitung ‚Asharq Al-Awsat‘, dass die Disziplinarkommission der Saudi Pro League eine „Untersuchung des unmoralischen Verhaltens“ eingeleitet hat. Eine Entscheidung sei innerhalb der nächsten zwei Tage zu erwarten. Der Fußball-Ikone droht Ungemach.

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Kloppos eigenwillige Einordnung

Insgesamt acht Titelgewinne durfte Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool feiern, davor fünf mit Borussia Dortmund. Die 56-jährige Trainerkoryphäe wurde einmal englischer Meister, zweimal deutscher Meister, 2019 gewann sie die Champions League mit den Reds. Jeder würde annehmen, dass diese vier Titel auch für Klopp selbst über allem stehen. Doch weit gefehlt. Der gestrige Gewinn des englischen Ligapokals, seit 2017 Carabao Cup genannt, nimmt für den Schwarzwälder eine ganz besondere Rolle ein.

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„Mit Abstand“ sei das „die wertvollste Trophäe, die ich je gewonnen habe“. Wie bitte? Bei allem Respekt vor dem englischen Ligapokal – ein toller Erfolg, obendrein errungen mit zahlreichen jungen Spielern auf dem Feld. Über diesen knappen 1:0-Finalsieg gegen den FC Chelsea darf und sollte man sich freuen. Aber dass Klopp diesen Titel über allen anderen einordnet, dürfte dem Überschwang der Gefühle nach Abpfiff geschuldet sein. Eine – sagen wir – eigenwillige Einschätzung, die auch deshalb von sämtlichen englischen Zeitungen rezitiert wird.

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