Schmidt schießt zurück | Neuer Gewalt-Eklat in der Türkei

von Niklas Scheifers
1 min.
Die FT-Presseschau @Maxppp

Während Roger Schmidt eine verbale Attacke kontert, brennen mehreren Chaoten in Trabzon die Sicherungen durch. Die Presseschau nach einem turbulenten Wochenende.

Schmidt vs. Kökcü

Orkun Kökcü ließ seinem Ärger freien Lauf: „Von Anfang an gaben sie mir nie das Gefühl, wichtig zu sein“, echauffierte sich der Mittelfeldspieler von Benfica Lissabon über seinen Trainer Roger Schmidt und dessen Trainerstab. Mit Sätzen wie diesen ist Kökcü für seinen Arbeitgeber zum Ärgernis geworden. „Rotura“„Bruch“, titelt die portugiesische Fachzeitung ‚A Bola‘ in großen Lettern auf ihrem heutigen, zweigeteilten Cover mit den beiden Streithähnen.

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Auch Schmidts Konter vom gestrigen Sonntag findet sich in der Ausgabe wieder. „Wenn man so ein Interview gibt, kann man nicht mehr Teil des Teams sein“, schoss der Ex-Bundesliga-Trainer im Gespräch mit ‚Sport TV‘ zurück. Und weiter: „Ich werde mit ihm sprechen, wenn er von der türkischen Nationalmannschaft zurückkommt. Er ist ein Top-Spieler und ein Top-Mensch – ich weiß nicht, was passiert ist.“ So spricht ein ratloser Trainer.

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Platzsturm in Trabzon

Ratlos lassen einen auch die unfassbaren Szenen vom gestrigen Sonntagabend im Stadion von Trabzonspor zurück. Beim Stand von 3:2 für Fenerbahce ertönt der Schlusspfiff, da stürmen dutzende Zuschauer auf den Rasen und attackieren Spieler und Betreuer der Gäste aus Istanbul. Es kommt zu wilden Tumulten. Die Chaoten prügeln auf die Gäste ein. Torwart Dominik Livakovic kassiert Medienberichten zufolge einen Faustschlag und blutet heftig. Einer der Angreifer benutzt die Eckfahne als Speer und verfolgt damit Fener-Profi Mert Müldür.

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Aber die Gäste müssen nicht nur einstecken, sondern teilen auch kräftig aus: Viral geht der Sprungkick des Ex-Dortmunders Michy Batshuayi, der einem heranstürmenden Krawallmacher ins Gesicht tritt. Exemplarisch die Schlagzeile der Tageszeitung ‚Hürriyet‘: „Schreckliche Ereignisse nach Spielende“. Seit Monaten wird der türkische Fußball von Skandalen und Gewalt-Exzessen überschattet. Das Spiel selbst verkommt da zur Nebensache.

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