Hertha: Bobic über Transfers, Dárdais Zukunft und Windhorst-Millionen

Fredi Bobic hatte keine leichte Anfangszeit bei Hertha BSC. Trotz großer Investitionen hinkt der Hauptstadtklub den selbstgesteckten Zielen hinterher. Im Interview äußert sich der Geschäftsführer zu aktuellen Themen der Berliner.

Fredi Bobic hat das Sagen bei der Hertha
Fredi Bobic hat das Sagen bei der Hertha ©Maxppp

Der Beginn von Fredi Bobic als Geschäftsführer bei Hertha BSC hätte deutlich entspannter verlaufen können. Einem turbulenten Transfersommer, der viele Fans der Alten Dame nicht zufriedenstellte, folgte ein Saisonstart mit schwachen Ergebnissen. Im Interview mit dem ‚kicker‘ äußert sich Bobic zu den Transfers, seinem Disput mit Pál Dárdai und den Investitionen von Lars Windhorst.

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Die Abgänge von Matheus Cunha (22), Dodi Lukebakio (24) und Jhon Cordoba (28) betrachtet der Hertha-Chef nicht als Qualitätsverlust. „Keiner der drei hat in der vergangenen Saison zweistellig getroffen“, stellt Bobic klar. Die Spieler haben Hertha nicht weitergebracht, so der Geschäftsführer. Er habe eine Mannschaft vorgefunden, „in der etwas Grundlegendes nicht zu funktionieren scheint“ und habe deshalb entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Cunha wollte Champions League

Besonders der Abgang von Cunha wurde fragend beäugt, galt der Brasilianer doch als bester Fußballer im Kader. Doch laut Bobic konnte Hertha die Ambitionen des Offensivkünstlers nicht bedienen. Der 49-Jährige erklärt: „Er wollte jetzt schon Champions League spielen. Das konnten wir ihm nicht bieten.“ Mit Atlético Madrid darf Cunha nun in der Königsklasse antreten.

Überschuss und Investitionen

Das Ziel für den vergangenen Transfersommer sei gewesen, „einen Transferüberschuss zu erwirtschaften und gleichzeitig in die Substanz der Mannschaft zu investieren.“ Bobic stellt fest: „Das ist uns gelungen.“ Mit den Zu- und Abgängen wirkt der Verantwortliche des Hauptstadtklubs also zufrieden.

Weiteres Geld von Lars Windhorst ist vorerst nicht zu erwarten. „Das ist derzeit kein Thema und wäre dann die Entscheidung des Präsidiums und der gesamten Geschäftsführung“, sagt Bobic zu dem Thema. Derzeit sei dafür „keine Notwendigkeit da“, auch wenn Windhorst kürzlich erst verkündete, noch mehr in die Hertha investieren zu wollen.

Konflikt mit Dárdai

Zum Disput mit Cheftrainer Dárdai macht Bobic klar, es habe ein „klares Gespräch zwischen zwei Männern, die ihre Meinungen austauschen“, stattgefunden. Letztlich werden beide „im Sinne von Hertha BSC Geschlossenheit leben“. Die Ergebnisse veranlassten den Übungsleiter dazu, sich selbst in Frage zu stellen. Das gefiel Bobic nicht, der sich daraufhin auch öffentlich kritisch äußerte.

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