Kabak als Faustpfand: Schalke-Anfrage bei Origi?

Schalke 04 beendet das Jahr 2020 als Bundesliga-Schlusslicht mit saisonübergreifend einem Liga-Sieg. Im kommenden Jahr soll mit neuem Trainer alles anders werden. Ozan Kabak soll dabei zu Geld gemacht werden und somit die Rettung finanzieren.

Divock Origi (l.) im Einsatz für Liverpool
Divock Origi (l.) im Einsatz für Liverpool ©Maxppp

Der ‚kicker‘ hat große Zweifel daran, dass Schalke 04 einen Abstieg „verkraften würde“. Das Fachblatt rechnet vor, dass schon jetzt Verbindlichkeiten von 240 Millionen die Bilanzen belasten. Durch den Abstieg und die damit einhergehenden massiven Umsatzeinbußen wären die Schulden kaum noch zu stemmen. Der Traditionsklub „droht in seiner jetzigen Form zu zerbrechen“. Der Klassenerhalt ist somit überlebensnotwendig.

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Bei Winterverstärkungen ist jedoch Kreativität gefragt. Wie der ‚Daily Telegraph‘ berichtet, spielt dabei Ozan Kabak eine zentrale Rolle. Demnach rechnen die Knappen fest damit, dass der FC Liverpool dem verbrieften Interesse am türkischen Innenverteidiger eine konkrete Januar-Offerte folgen lassen wird.

Origi zu Schalke?

Ein seriöses Kaufangebot kann und will der Bundesligist nicht ausschlagen. Gleichzeitig plant Königsblau aber auch, mit dem Abgang des 20-Jährigen die Offensive aufzuhübschen. Demnach will Schalke versuchen, Divock Origi in den Deal mit einzubinden. In Liverpool rechne man mit einer Anfrage, heißt es beim ‚Daily Telegraph‘.

Der 25-jährige Belgier steht in Liverpool noch bis 2024 unter Vertrag, kommt aber an Superstars wie Roberto Firmino (29) oder Mohamed Salah (28) nicht vorbei. In der laufenden Saison sammelte er lediglich sieben Einsätze und musste das ein oder andere Mal sogar auf der Tribüne Platz nehmen.

FT-Meinung

Bei seinem einjährigen Gastspiel beim VfL Wolfsburg konnte Origi nur phasenweise auf sich aufmerksam machen. Den desolaten Knappen würde der wuchtige Mittelstürmer aber mit Sicherheit helfen können. Bleibt die Frage, ob der 29-fache belgische Nationalspieler sporadische Einsätze in der Premier und Champions League gegen den Bundesliga-Abstiegskampf tauschen will. Seine Chancen auf die EM im Sommer würde er mit einem Bundesliga-Stammplatz wohl eher erhöhen. Das klamme Schalke muss derweil die Frage beantworten, wie man Origis Gehalt schultern will. Nur wenn Liverpool weiterhin Teile des Salärs übernimmt, scheint ein Deal machbar.

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