Inter Mailand: Eriksen ist endlich angekommen

Vom Bankplatz und Fremdkörper zum Leistungsträger – Christian Eriksen hat bei Inter Mailand zurück in die Spur gefunden. Ein zuvor anvisierter Abschied ist längst kein Thema mehr.

Eriksen jubelt im Trikot von Inter Mailand
Eriksen jubelt im Trikot von Inter Mailand ©Maxppp

Die Zeit von Christian Eriksen bei Inter Mailand galt noch im Winter als so gut wie beendet. In der Hinrunde stand der Däne nur viermal in der Startelf und musste meistens über 90 Minuten auf der Bank verweilen. Nur ein Jahr nach seinem Wechsel von Tottenham nach Italien wollte der 29-Jährige bereits wieder weg.

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Auch die Nerazzurri wollten den Spielmacher loswerden, was Sportchef Giuseppe Marotta Ende Dezember verdeutlichte: „Er wird hier nicht spielen, das ist eine objektive Tatsache und deshalb ist es richtig, ihm die Möglichkeit zu geben, anderswo einen Platz zu finden.“

Trendwende in der Rückrunde

Mittlerweile hat sich das Blatt für den kreativen Mittelfeldspieler gewendet. Seit der Rückrunde ist Eriksen zentraler Bestandteil der Mannschaft des frischgekürten italienischen Meisters. In einem Interview mit der ‚Gazzetta dello Sport‘ betont der 29-Jährige, wie sehr sich seine Situation in der jüngeren Vergangenheit verändert hat: „Vor sechs Monaten wollte ich den Verein noch verlassen, das stimmt, aber mittlerweile hat sich alles geändert.“

Nach klärenden Gesprächen mit Trainer Antonio Conte hat sich der Spielmacher zuletzt besser in dessen striktem System zurechtgefunden. „Was ich zu Beginn nicht verstanden habe ist, dass ich mich immer an das System von Conte halten muss“, so Eriksen. Und weiter: „Das musste ich alles lernen und mich an einen neuen Rhythmus anpassen. Dann haben wir im Januar gesprochen und ich habe angefangen, mehr zu spielen.“

Seine Karriere fortsetzen möchte Eriksen mittlerweile doch bei Inter Mailand, wo sein Vertrag noch bis 2024 läuft: „Niemand kann in die Zukunft sehen, aber ich bin glücklich damit hierzubleiben und den Scudetto gewonnen zu haben.“ Mit Erfolgsgarant Conte an der Seitenlinie möchten die Nerazzurri nächste Saison auch in der Champions League angreifen.

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