55 Millionen Euro investierte RB Leipzig vor der Saison in neue Spieler. Einen Stammplatz hat Stand heute keiner der sieben Neuzugänge. Mit dieser Ambition kamen mit Ausnahme von Torwart Philipp Tschauner aber fast alle zum Bundesligisten. Trainer Julian Nagelsmann, selbst neu bei RB, setzte bislang vornehmlich auf das eingespielte Personal der jüngeren Vergangenheit.

Ampadu & Co. in der Warteschleife

Bitter insbesondere für die Leihspieler, die Leipzig als Station nutzen wollten, um Spielpraxis zu sammeln: Ethan Ampadu, Abwehrjuwel des FC Chelsea, wartet noch auf seine erste Einsatzminute. Ebenso wie Patrik Schick von der AS Rom, der zuletzt allerdings noch mit Verletzungen zu kämpfen hatte.

Noch länger als Schick wird Hannes Wolf auf sein Leipzig-Debüt warten. Der 20-Jährige, der für zwölf Millionen Euro vom Salzburger Schwesterklub kam, laboriert an den Folgen eines Bruchs des rechten Außenknöchels. Ohne Kader-Nominierung ist auch der 18-jährige Linksverteidiger Luan Cândido (acht Mio./Palmeiras).

Insgesamt 31 Millionen Euro zahlte RB für Christopher Nkunku (13 Mio./PSG) und Ademola Lookman (18 Mio./Everton). Nkunku bringt es auf immerhin zwei Startelfeinsätze sowie drei Torbeteiligungen in der Liga. Lookman, um den sich Leipzig monatelang bemühte, steht bei 41 Einsatzminuten.

Negativtrend als Chance?

Klar ist: Der Erfolg zu Saisonbeginn gab Nagelsmann Recht. Mit vier Ligasiegen und einem Remis gegen Bayern München sowie Erfolgen in Pokal und Champions League startete Leipzig in die neue Spielzeit. Möglich aber, dass Nagelsmann am morgigen Samstag in Leverkusen die ein oder andere Änderung vornehmen wird.

Denn die Sachsen reisen mit zwei Niederlagen im Gepäck ins Rheinland. Dem 1:3 gegen Schalke folgte unter der Woche gegen Olympique Lyon eine 0:2-Pleite in der Champions League. Verletzt fehlen werden zudem definitiv Ibrahima Konaté, Kevin Kampl, Tyler Adams und Hannes Wolf.

Nagelsmann bleibt dennoch optimistisch und sagt: „Wir gehen davon aus, dass wir in Leverkusen gewinnen und einen guten Abschluss der Englischen Woche haben.“ Ganz gleich, mit welchem Personal.