Für Neven Subotic ging es im vergangenen Winter insbesondere um eines: Endlich wieder Bundesliga-Fußball zu spielen. Nach quälend langen Verletzungspausen schaffte er bei Borussia Dortmund nicht mehr den Anschluss und ließ sich zum 1. FC Köln verleihen – ziemlich kurzfristig, wie er im Anschluss verriet.

Ebenso klar war ihm, dass er trotz vieler Erfolge im BVB-Trikot um einen Stammplatz in Köln kämpfen muss. „Mir war klar, dass ich hier nicht hinkomme und direkt einen Stammplatz habe. Das haben wir im Vorfeld auch besprochen, ich bin hier ohne Garantie hingekommen. Ich habe hier eine Chance und die versuche ich mit harter Arbeit zu nutzen“, ordnete er seine Situation im ‚kicker‘ ein.

Plötzlich Bankdrücker

Nach recht kurzer Zeit schien Subotic der Durchbruch in der Domstadt tatsächlich zu gelingen. Zwischen dem 20. und 26. Spieltag stand der Serbe sechsmal in der Startelf von Peter Stöger. Nach der Umstellung auf Viererkette und der Genesung von Frederik Sörensen fand sich Subotic zuletzt aber auf der Bank wieder – trotz passabler Leistungen in den Spielen zuvor.

Ein Zustand, der selbstverständlich nicht ewig andauern muss. Gut möglich, dass der Effzeh bereits am heutigen Freitag gegen die TSG Hoffenheim wieder auf drei Innenverteidiger zurückgreift. Dennoch ist Subotics Zukunft offen – gegen einen Verbleib in Köln spricht vor allem sein Gehalt. Der ‚Sport Bild‘ zufolge kassiert er beim BVB 3,5 Millionen Euro im Jahr.

Ein Kauf käme für die Geißböcke nur in Frage, wenn sich diese Summe um mindestens eine Million Euro drücken ließe. Selbst in diesem Fall würde der 28-Jährige aber eine Rolle im Gehaltsgefüge einnehmen, die durch seinen gegenwärtigen sportlichen Status nicht zu rechtfertigen wäre. Eine verzwickte Situation, die nur durch einen deutlichen Gehaltsverzicht aufzulösen wäre.

„Würde bezahlen, um zu spielen“

Daraus, dass er sich in der Stadt und im Team sehr wohl fühlt, macht Subotic keinen Hehl. Und auch der monetäre Aspekt scheint bei ihm hintenanzustehen. Der ‚Bild‘ sagte er unlängst: „Man sagt immer: Fußballer und Geld, das ist so eine Sache. Ich würde tatsächlich auch bezahlen, um zu spielen, weil es mir so viel im Leben gibt.“ Eine Aussage, an der er sich aller Voraussicht nach bald messen lassen muss.

Klar ist: Eine Zukunft beim BVB hat Subotic nicht, seine Situation bei Köln ist verzwickt. Eine Alternative könnte ein Wechsel zu einem anderen Bundesligisten oder ins Ausland sein. Zuletzt wurde Galatasaray Interesse am Abwehr-Hünen nachgesagt. Mit einem Engagement in der Premier League liebäugelte Subotic außerdem schon mehrfach – sein Gehalt könnte dort zudem locker gestemmt werden. Fraglich ist nur, welcher Klub von der Insel auf ihn aufmerksam werden könnte? Eine Geschichte, die noch nicht zu Ende erzählt ist.