Im Laufe der Woche hatte ‚Sport1‘ das Interesse des FC Bayern an Schalke-Keeper Alexander Nübel enthüllt. Die ‚Bild‘ legte noch einen drauf und berichtete, dass die Münchner den 22-Jährigen schon im vergangenen Sommer im Visier hatten.

Auf die Personalie angesprochen, reagierte Hasan Salihamidzic am gestrigen Samstag abweisend. „Wie viele Spieler mit uns in Verbindung gebracht werden, da muss ich echt ab und zu mal schmunzeln“, sagte der Bayern-Sportdirektor nach dem 1:0 gegen Werder Bremen.

Kovacs vielsagendes Grinsen

Niko Kovac hatte am Donnerstag bei der Frage nach Nübel mit einem Grinsen auf Salihamidzic verwiesen. „Das ist Aufgabe von Brazzo. Deswegen werde ich das nicht kommentieren. Denn dann könnte man mich ja falsch interpretieren“, sagte der Trainer.

Nübels Vertrag auf Schalke endet 2020. Gespräche über eine Verlängerung finden derzeit nicht statt. Berater Stefan Backs ließ bei ‚Sport1‘ tief blicken: „Sollte Schalke mit Alex – wie bei Neuer – eine große Ablösesumme generieren, hätte der Klub ein gutes Geschäft gemacht.“

Und außerdem: „Schalke hatte monatelang Zeit, Gespräche zu führen und hat dies nicht getan. Was das gute Recht des Klubs ist. Jetzt ist für unsere Seite der falsche Zeitpunkt dafür. Was unser gutes Recht ist.“ Vertragspoker oder tatsächliche Wechselabsicht?

Sanches fordert Spielpraxis

Definitiv wechseln will jedenfalls Renato Sanches. Der Europameister kam gegen Werder mal wieder nur zu einem Kurzeinsatz. Auf die Frage von ‚Sport1‘, ob eine Ausleihe im Sommer Sinn ergeben würde, antwortete der Mittelfeldspieler: „Ich denke schon.“

Sanches weiter: „Aber ob eine Ausleihe oder ein Verkauf besser ist? Ich weiß es nicht. Wir haben noch einen Monat. Ich werde sehen, was das Beste für mich ist. Es ist auch egal, ob es in Portugal, England oder Spanien ist. Ich will einfach nur spielen.“

Suche nach passendem Klub

Laut ‚Sport Bild‘-Journalist Christian Falk suchen die Münchner derzeit nach einem passenden Leihklub für Sanches. In der vergangenen Saison sollte er bei Swansea City Spielpraxis sammeln. Der Versuch ging jedoch gehörig in die Hose.

Die Waliser stiegen aus der Premier League ab und Sanches kam kaum zum Zug. Der nächste Zug sollte also passen, damit die Karriere des 21-Jährigen doch noch so richtig in Schwung kommt. Im Winter hatte Paris St. Germain Interesse gezeigt.