José Bosingwa entsprach nicht den Anforderungen, die der FC Bayern München an seinen neuen Außenverteidiger stellt. Der Portugiese kommt nach seiner schweren Knieverletzung nicht mehr richtig in Form. In den vergangenen Tagen lag der Fokus deshalb auf einem Mann für die linke Außenbahn der Viererkette. Kandidaten sind Domenico Criscito (FC Genua) und Benoît Trémoulinas (Girondins Bordeaux).

Neben diesen Namhaften visiert der FCB offensichtlich auch weiterhin einen Namenlosen an. „Sie beobachten mich weiter. Aber ich muss regelmäßig gut spielen“, sagt der 20-jährige Sébastien Corchia in der französischen Fachzeitschrift ‚France Football‘ über das Interesse des deutschen Rekordmeisters.

Corchia ist Angestellter beim Tabellenführer der Ligue 2, FC Le Mans. In Frankreich trägt er die Hoffnungen einer Nation auf den Schultern, nach Lilien Thuram und Willy Sagnol der erste Rechtsverteidiger von Weltformat zu werden. Talent ist bei dem schnellen und offensivstarken Juniorennationalspieler jedenfalls vorhanden.

Die Frage lautet, ob die Bayern einem unerfahrenen Jungprofi aus der zweiten Liga Vertrauen schenken. Zumal dann Philipp Lahm gezwungen wäre, wieder auf die inzwischen ungeliebte Linksverteidigerposition auszuweichen.



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